00:00:01: So, jetzt sollte es laufen.
00:00:06: Ja... Tag zusammen!
00:00:07: Heute will der Wunder zum Thema Mäusebussade und ich bin ganz, ganz froh dass der Professor muss man jetzt am Anfang zumindest einmal sagen.
00:00:15: Oliver Krüger er verzieht schon das Gesicht.
00:00:17: Das könnt ihr nicht sehen.
00:00:19: bei mir ist also dass wir hier zusammen ein bisschen im häuslichen Biergarten sitzen können quasi und überspannende Vögel sprechen können die wahrscheinlich jeder schon mal gesehen hat, in manchen Fällen auch richtig identifiziert.
00:00:33: In manchen vielleicht auch nicht und ich habe gerade schon im Vorgespräch gesagt... Ich hab ja meine Greifvogelgruppe schon mehr als fünfzehn Jahre und ich hatte bisher genau einen.
00:00:45: Das war der Jan, der gesagt hat die Mäusebrüste alle das sind meine Lieblingsgreifvögel und sonst waren es immer Habichte und Rogmelane oder Wanderfalken oder irgendwie so etwas.
00:00:55: Und ich finde die Vögel aber ganz ganz spannend!
00:00:57: Ich habe schon ein paar Vorträge von dem Oliver gesehen und gehört, weil wir auch in der Greifvogel AG des NWO tätig sind.
00:01:06: Das ist der Kanal über den wir uns kennengelernt haben.
00:01:09: von daher du forscht da seit ganz ganz ganz vielen Jahren an dem Häuse Bussein und nicht nur an denen sondern auch ein Uhus habe ich die damit zu tun haben bis Biologieprofessor in Bielefeld.
00:01:21: am Montag startet dein Grundmodul heute hier im Podcast.
00:01:26: Ich freue mich sehr!
00:01:27: Schönen guten Morgen.
00:01:27: Oliver.
00:01:28: Magst du dich auch vielleicht mal gar nicht jetzt so mit einer Zeitschiene vorstellen, dann geboren und dann so ein bisschen da nähe vom Bielefeld geworden.
00:01:37: Aber was sind eigentlich die Themen, die dich in deiner Forschung antreiben?
00:01:43: Ja, schön.
00:01:44: Guten Morgen!
00:01:44: Wir haben ja in unserem Portfolio der Forschungsspiel tatsächlich der Reifvögel eine große Rolle.
00:01:51: Mäusebussard, Habicht, Rotmilan... Jetzt eben noch Uhe dazu.
00:01:55: Das ist ein ganzes wunderschönes Sammelsurium, das wir seit mehr als dreißig Jahren erforschen.
00:02:02: Dazu kommen auf Galapagos-Galapagoseelöwen einen Projekt, dass ich von meinem Vorgänger Fritz Trill mich übernommen habe und wo wir jetzt auch inzwischen seit fünfzehnzig Jahren unterwegs sind.
00:02:13: Und dann kommen noch so andere Sachen dazu.
00:02:15: ich seit auch mittlerweile zwölf, dreizehn Jahren auf Madagasker unterwegs und erforschen sozusagen Paarungsverhalten, Paarungssysteme bei Kiebitzvögeln.
00:02:25: Und in Labor hier im Bielefeld haben wir Zebra-Finken die eben auf verschiedene Persönlichkeiten gezüchtet worden sind und damit machen wir dann auch eben Verhaltensforschung im Labor.
00:02:38: Und das ist tatsächlich etwas, was eine ganze Arbeitsgruppe, hoffe ich zumindest nicht nur beschäftigt sondern auch tatsächlich antreibt immer wieder zu gucken.
00:02:49: Das ist im Bielefeld jetzt der Studiengang Biologie.
00:02:52: oder ist es Wildbiologie?
00:02:55: Ich gehört zur Fakultät für Biologie.
00:02:58: Er schlug seine Art an überhaupt einer deutschen Universität, obwohl er mal gerade über fünfzig Jahre alt ist.
00:03:10: Aber dementsprechend ist das in Deutschland bekannt und ich bin ja auch aus der Gegend, also ich bin hier im Ostwestfalen bei Bielefeld aufgewachsen.
00:03:18: Das heißt nach vielen Jahren im Ausland, in Cambridge, Großbritannien... mich dann vor fünfzehn Jahren nach Hause gekommen, sozusagen und das finde ich auch richtig schön.
00:03:28: Mir gefällt es zuhause in Ostwestfalen und auch wenn das viele vielleicht nicht nachvollziehen können aber für mich ist das Heimat ein schöner Hammer.
00:03:36: Ja weil jetzt vielleicht auch nochmal inhaltlich.
00:03:39: du hast jetzt gerade so ein bisschen deine Forschungsschwerpunkte genannt Aber was sind das so für Fragestellungen die dich antreiben?
00:03:47: Das ist vor allem die Frage warum Individuen sich so unterscheiden nicht nur im Verhalten, sondern auch natürlich gerade beim Mäusebus hat ein fantastisches Studienobjekt um individuelle Unterschiede anzuschauen denn kein Greifvogel in Europa ist so variabel wie der Mäuser Bus hat.
00:04:04: Das bedeutet normalerweise würde man erwarten die Selektionen selektiert auf einen Typus und dann hat man hier innerhalb einer Population von fast komplett weiß bis fast komplett dunkelbraun.
00:04:17: Wie kann das sein?
00:04:19: Das ist also die Frage nach einem Polymorphismus, wie das auf Schlau heißt.
00:04:22: Und die haben sich Leute schon seit Darwin gestellt und es gibt natürlich auch sehr viele spannende Antworten.
00:04:29: Wir können auf der einen Seite das runtergehen bis zu einem Kandidaten gehen ein, was maßgeblich für diesen Polymphismus verantwortlich ist.
00:04:39: Also präg!
00:04:40: Auf der anderen Seite hat das Auswirkungen auf Verhalten, auf Immunantwort.
00:04:44: Und das folgen wir natürlich... Auf der andern Seite von Moderne Verhaltensforschung geht runter In die Physiologie, in die Genetik-Genomik.
00:04:52: Auf der anderen Seite gehen wir hoch bis zur Population Das heißt wir gucken uns natürlich auch die Populationsdynamik an.
00:04:58: Warum gibt es in einigen Jahren mehr als andere Jahre?
00:05:01: Was beeinflusst die Schwankungen?
00:05:03: was ist der Trend?
00:05:04: wie interagieren Bussade mit den anderen Arten die im gleichen Gebiet leben?
00:05:08: das ist also die Bandbreite der wir uns widmen.
00:05:12: und dass eben wie gesagt das ist eben auch das einzigartige würde ich tatsächlich inzwischen sagen seit über dreißig jahren.
00:05:18: Das heißt, wir haben nicht nur die Daten.
00:05:19: Was macht der Mäuse-Bussard in den letzten dreißig Jahren auf der Populationsebene?
00:05:23: Sondern genau das Gleiche haben wir für Habich, Rotmilan und Uhu.
00:05:27: Wir können die gesamte Gemeinschaft anschauen.
00:05:29: Und da ergeben sich gerade in letzter Zeit eben sehr spannende Entwicklungen und Beobachten dabei sein zu dürfen.
00:05:37: Das ist natürlich ganz, ganz auch
00:05:39: spannend.
00:05:40: Wie du vielleicht dir vorstellen kannst war klar ... ... mit den Morfen heute ein Thema wird.
00:05:47: Ich würde aber vorher, also gerade weil es mich natürlich auch ganz praktisch hier häufig... ich mach das ja beim Nabberuhr beschäftigt,... ...weil ich Anrufe kriege, ich habe einen Fischartler gesehen oder hier ist der Habichsen und war's halt ein heller Bussard oder... Also es fällt dann dem normalsterblichen häufig schwer, dass mit seinem Bild im Kosmosführer zusammenzubringen was er da sieht.
00:06:12: Aber ich habe ja auch schon Vorträge von dir gesehen, wo du diese Aggressionsforschung an den U-Hus und so weiter gemacht hast.
00:06:18: Aber vielleicht vorher bevor wir da ein bisschen tiefer einsteigen nochmal einen Schritt zurück?
00:06:23: Du warst viele Jahre lang in England.
00:06:25: das ist ja auch ein Vogelverrücktes Land, will ich mal sagen, auch wenn ich dann noch nicht so oft war.
00:06:32: aber Man hört davon, sagen wir so.
00:06:35: Und es gibt ja auch viele Literatur und teile auch viele Paper von da.
00:06:40: wie würdest du sagen unterscheidet sich der Mäusebus hat eigentlich den England in Cambridge Oxford in der Umgebung oder da wo du da tätig warst von Den ostwestfälischen Mäuser bus hatten?
00:06:51: gibt's da eigentlich Unterschiede?
00:06:54: Also ist es so dass wir mit Kollegen aber auch natürlich in der Literatur ist bekannt das ist jetzt beim mäusebusser nicht notwendiger weißes ohne klart Man nennt das klinische Variationen gibt.
00:07:04: Das heißt es ist nicht so, dass man jetzt die Weitermann nach Norden geht, desto heller werden die Gräuze.
00:07:10: Also auch in Schweden und Skandinavien gibt es eben dunkle Bushade.
00:07:14: aber es gibt schon gewisse Unterschiede.
00:07:16: zum Beispiel iberischer Halbinsel ist insgesamt die Dunklemore verhäufiger als bei uns Großbritannien.
00:07:23: als Inselpopulation hat er natürlich auch genauso wie in Europa ein wirkliches Bottleneck, also praktisch einen Flaschenhals wo die Greifvögel insgesamt sehr selten waren.
00:07:33: Das betraf den Mäusebusshard.
00:07:36: Die Morphen sind aber auch in Großbritannien alle da.
00:07:40: Da kann man jetzt nicht sagen, denen fehlt mein wegen eine helle Morph oder die ganz hellen Fähne und die ganz dunklen Fähnen.
00:07:46: Es sind eigentlich immer nur Unterschiede in den Frequenzen.
00:07:50: Und natürlich ist es so dass man in Groß-Britannien wenn man an Vögeln forscht dann ist man nicht gleich irgendwie so ein Nerd oder ein Weirdo, sondern ein Verrückter.
00:07:59: Sondern das ist in Großbritannien ganz anders anerkannt auch in der Forschung als zum Beispiel in Deutschland.
00:08:07: Die onnithologische Grundlagenforschung in Deutschland ist aus den Universitäten ziemlich herausselektiert worden durch Berufung und dass es natürlich in Groß Britanniens überhaupt nicht erfunden hat.
00:08:19: bereits ich musste mich in GroßBritannien nie dafür schämen an Vögeln zu forschen.
00:08:24: Schämen würde ich sagen, ist vielleicht der falsche Beausdruck auch für Deutschland.
00:08:27: Aber es ist schon so dass man in der Fakultät wenn man mit ganzen Tieren draußen und dann auch noch Greifvögel also das ist ja schon sehr exotisch.
00:08:38: Und da wird im Stück weit schade weil greifende sind tolle Bioindikatoren und wenn wir über die nicht mehr so richtig Bescheid wissen was sie machen und warum und wie vieles gibt und das tatsächlich rein in den Naturschutz verschieben, dann glaube ich haben wir ein Problem.
00:08:53: Denn sozusagen wissenschaftlich fundierter Naturschutz ist immer der Beste.
00:08:58: Ja es gab auch schon ein paar Studenten die haben bei uns jetzt hier beim NABU Teilaufgaben bekommen und haben da auch ihre Masterarbeit geschrieben.
00:09:11: Jetzt haben doch noch so ein Vorthema vor dem Bus hatten.
00:09:14: aber das finde ich ganz wichtig.
00:09:17: Eins meiner Themen ist auch immer, woher soll die Artenkenntnis kommen?
00:09:20: Woher soll das Interesse kommen.
00:09:22: Wo wird es eigentlich gelehrt?
00:09:24: und wenn jetzt meine Tochter nicht mein Tochter wäre und nur Biu diversität studieren würde dann wird sie hinterher auch noch keine Saatkrehe von der Durle unterscheiden können, weil sie es halt nicht lernt.
00:09:41: So und jetzt kann man natürlich sagen da Flora und Fauna ist riesig also wer soll das abdecken?
00:09:46: aber irgendwie kommt diese ja.
00:09:49: es gibt keine stelle wo man es systematisch lernen kann.
00:09:53: eigentlich muss man immer seinen eigenen weg suchen ist so mein bild?
00:09:57: Ja ich meine dass haben wir jetzt ein Stück weit adressiert.
00:09:59: Kollegen von mir haben tatsächlich an einer umgebildeten Ornithologie Kurs eingeführt.
00:10:05: neu Das habe ich mich gar nicht so getraut, weil ich dachte wie wird das nachgefragt?
00:10:10: Ist da überhaupt ein Bedarf?
00:10:11: Also solche Sachen sind natürlich nicht mehr Pflicht vorgeschrieben.
00:10:14: Ich hab auch einen richtigen Formkenntnis, hieß es damals gemacht.
00:10:19: Das ist natürlich heutzutage eben überhaupt nicht mehr so vorgeschrien und dementsprechend die Nachfrage war überraschend hoch, dass die Leute wirklich die Studenten... und Studentinnen, das wirklich gerne haben.
00:10:31: Dass sie dann verschiedene Vogelgruppen noch mal kennenlernen, dass sie eben anhand von Präparaten zumindest ein Einstieg, denn das ist immer das Problem.
00:10:38: Am Anfang steht man wie der Oxforn Berge, nicht?
00:10:41: Das ist schwierig wenn einen da keine an die Hand nimmt.
00:10:45: Und meistens ist meine Erfahrung, werden die Leute erst einmal so ein bisschen... Oh, das ist ja spannend!
00:10:49: Und anfängt auch spannend.
00:10:53: Einigen hören dann auf oder machen nicht weiter, aber andere bleiben dabei und entdecken das zumindest als Passion für sich.
00:11:01: Das kann in diverse Kanäle letztendlich führen und münden.
00:11:04: Aber ich erkenne das genauso an.
00:11:07: Wir haben bei den Mäuse-Bossaten auch ein sehr großes Flügelmarkenprojekt nach allem was ich sagen kann das größte Frügelmarktprojekt der Welt mit über fünf tausend die wir inzwischen mit Fribelmarken ausgestattet haben.
00:11:20: Und über die Zeit, das läuft ja jetzt inzwischen fast auch schon wieder zwanzig Jahre, sind diese Mäusebussade zurückgemeldet worden als Habicht, als Rotmilan, als Fischadler.
00:11:33: Heller Mäuserbussat kommt sofort dann, oh wir haben ein Fisch-Adler mit Flügelmarkt, würde man nie machen beim Flügeln.
00:11:41: dass wir eben sehen, dass in der Art und Kenntnis in der Bevölkerung durchaus Luft nach oben ist.
00:11:46: Und deswegen gehen wir auch immer wieder raus natürlich und halten Vorträge für das vielleicht hoffentlich schon ein bisschen interessierte Publikum über das was wir machen und warum es eben spannend ist.
00:11:58: denn das gehört eben dazu weil ganz viele tatsächlich eben diese Connection zu der Natur und auch damit dann zu der Vogelwelt nur noch sehr begrenzt.
00:12:08: Ja ich merke Auch bei mir selber.
00:12:11: Also, weil ich habe glaube ich... Ich erzähle das gerne auch an anderer Stelle.
00:12:15: also wir machen jetzt auch beim Naboro seit vier Jahren so ein Jahresseminar wie zur Ornithologie wo wird dann über vier Blöcke, vier Wochenenden viel Exkursion, Theorie, Input und so da versuchen auch so eine Begeisterung aber vor allen Dingen auch eine Methodik und auch eine Bindung herzustellen also weniger jetzt hier dreieinhalb Vogelarten durchzupauken sondern eher an Gruppen und das in Verbindung mit habitaten und ökologischen Fragen.
00:12:41: Und auch einer persönlichen Bindung, da den Mut zu machen, auch wirklich vielleicht eine Verbindung aufzubauen aber vor allen Dingen mehr Fragen zu stellen als sich immer die Antwort abzuholen.
00:12:55: Die Kurse sind voll obwohl sie Geld kosten und Prattstadtinua macht ja auch solche Kurse, die sind glaube ich auch gut besucht.
00:13:04: also der Nachfrage ist auf jeden Fall da Das glaube ich auch.
00:13:08: Aber was ich vorhin mit der Frage halt wie zu England meinte oder auch nochmal in Verbindung zur Deutschland, also was ich merke im Ruhrgebiet.
00:13:18: wir haben jetzt hier Ballungsraum und in England gibt es ja auch einen riesigen Ballungsraum London und einige kleinere noch und dazu aber vielleicht auch noch mehr Sumpflandschaften als hier könnte ich mir vorstellen also schon ein bisschen andere Habitate das vielleicht auch wieder folgen für Wilmers Verfügbarkeit über das ganze Jahr bedeuten könnte, Fragezeichen keine Ahnung.
00:13:40: Aber was ich jetzt hier bei mir in meinem Ballungsraum im Ruhrgebiet sehe ist etwas Ähnliches wie im Habicht-Fall.
00:13:47: wir haben so Bussade, das sind so Lehrbuchbussade sie sind eher im Ruhertal so in den Agrar und Waldgebieten und wir haben wirklich auch ja Ich würde Sie jetzt mal Kulturfolgerbussaden nennen die brüten wirklich In Häusergruppen, in so Baumgruppen mit drei Kiefern.
00:14:07: suchen sie sich die aus, die vermeintlich am stärksten ist und setzen da in der Mitte ihren Horst hin.
00:14:12: Oder sind sogar in Gewerbegebieten im Hafen auf Solitärbäumen.
00:14:16: also ein Baum, einen Ahorn steht da auf einer alten Kohlehalde rum.
00:14:21: drum herum sind Hafengebäude und auf diesem Ahorn brüteten Busse hat erfolgreich mehrere Jahre lang.
00:14:28: Also solche Beispiele gibt's mehrere.
00:14:34: Also Frage A, kennst du auch so was?
00:14:37: Und auch eine Verhaltensänderung vielleicht und wie ist der Vergleich zu London oder England.
00:14:44: Gibt es da auch sowas?
00:14:47: Ja also das ist auf jeden Fall so dass sich das verändert.
00:14:50: Sie sind jetzt natürlich auch anpassungsfähig, auch von ihrem Verhalten.
00:14:55: Also es gibt eine natürlich nicht nur die Selektion, die über Generationen wirkt sondern innerhalb einer Generation gibt's dann das was wir Verhaltensplastizität nennen.
00:15:04: Das heißt also flexibles Verhalten in Bezug auf sich ändernde Umweltbedingungen.
00:15:10: Wir sind im Bielefeld und Ostwestfalen sind ja gerne mal ein bisschen später dran mit solchen Sachen aber wir haben unsere Stadtbussade tatsächlich inzwischen auch Interessanterweise, zumindest nach dem was ich sagen kann ist der Habicht bei uns in einer Stadt mitten in der Stadt noch nicht angekommen.
00:15:25: Was ja es gibt ja berühmte Beispiele für mich Michael Lagermann in Köln mit seinen Stadthaben.
00:15:30: Also
00:15:31: mitten im Park völlig überhaupt keine Scheu mehr vor Menschen haben und daran sieht man wie eben Tiere sich anpassen können.
00:15:39: also ich meine das ist ein super Beispiel dass ich auch eine Vorlesung drin habe.
00:15:43: denn wenn man so Bücher nicht anschaut, der Scheuehabicht oder die scheuen Greifvögel generell.
00:15:52: Wir haben sie scheu gezüchtet sozusagen weil jeder Greif Vogel denn nicht scheu war, er war dann eben relativ schnell tot.
00:15:59: und jetzt haben wir seit fünfzig Jahren den Schutz der GreifVögeln und das bedeutet dass die allermeisten von ihnen keine Verfolgung mehr ausgesetzt sind also zumindest keine legalen Verfolgungen mehr ausgesetzt sind.
00:16:13: Das bedeutet natürlich, dass das Fluchtverhalten sich anpasst.
00:16:17: Und das muss man auch sehen!
00:16:18: Die Stadt ist ja nicht nur ein Risiko sondern die Stadt ist vor allem eine riesen Chance.
00:16:24: Denn unser Stadtleben bedeutet natürlich einen unheimlich reich gedeckten Tisch für Greifvögel eigentlich Für Habicht, wenn wir an den ganzen Stadthauben denken Für Mäusebussade aber auch Mäuserratten und so weiter, die leben in unserem Umfeld.
00:16:40: Und das bedeutet, der Tisch ist reich gedeckt.
00:16:42: und wenn man dann eben tatsächlich von seinem Verhalten mit dem Menschen klarkommt dass man eben tatsächlich nicht andauend eine Fluchtreaktion zeigt.
00:16:51: Dann kann man natürlich in der Stadt fantastisch leben.
00:16:53: heutzutage Das sehen wir aber auch nicht nur bei Greifvögeln.
00:16:57: Ich frage immer ganz gerne meine Studenten wo lebt denn die dichteste Leopardenpopulation der Welt?
00:17:04: Und das ist in Mumbai.
00:17:05: Genau, da kommt die meisten nicht drauf.
00:17:08: Weil im Mumbai hat man da wirklich eben eine Dichte von Leoparden, die jagen da... ...die Hausschweine, die es da an den Außenbezirken gibt und dann hat man mehr Leoparder als in der Masai Mara pro Fläche.
00:17:20: Die Stadt schau'n's und riechen sich gleich.
00:17:22: Wir waren Teil einer Studie, die finde ich nach wie vor ganz toll bin ich sozusagen auf der einen Seite ein bisschen stolz drauf.
00:17:28: Auf der anderen Seite wurden wir Bielefelder dann natürlich wieder mit unseren Habichten zu den Provinz, also zu den Landeiern.
00:17:35: Die hat also tatsächlich Habichte verglichen zwischen dem Stadtpopulation und dem Landpopulation.
00:17:41: Und wir waren eben mit unseren Habechten eine der Land-Population.
00:17:46: Naja die konnten super zeigen!
00:17:47: Die Stadtpopulation haben Schnitt kann man fast sagen.
00:17:50: Ein Küken mehr?
00:17:51: Durch das Nahrungsangebot, aber sie haben tatsächlich eben auch eine erhöhte Wahrscheinlichkeit von Parasiten befallen zu sein und von Krankheitserregern.
00:18:00: Weil die werden dann von den Stadthauben mit übertragen.
00:18:03: Und das ist beim Habicht also wirklich eine tolle Studie.
00:18:05: Die zeigt ja du hast Chancen in der Stadt Aber man hat auch Risiken in der stadt.
00:18:09: und es ist eben etwas was sich so richtig toll fand als dass dann wirklich schön gegenübergestellt wurde.
00:18:14: und die Bielefelder habe ich dabei als landeier.
00:18:18: Also wir hatten ja im Vorfeld schon gesagt, wenn man von Hütchen auf Stöckchen kommen macht nichts.
00:18:23: Also ich bin da auch Fan von und von daher gerade hierzu eine Nachfrage direkt dieses höhere Maß an Parasitenbefall kann das auch dadurch kommen dass das Immunsystem in der Stadt durch einfach verschiedene Stressfaktoren der Zivilisation geschwächt ist.
00:18:46: Also das ist eine aktuelle Forschung.
00:18:48: Das ist absolut aktuelle Forschung.
00:18:49: jetzt dazu laufen, viele Sachen Urbanization als Oberbegriff ein riesiges Forschungsthema was natürlich wir ein bisschen bearbeiten.
00:18:58: aber eine Kollegin von mir macht da tolle Dinge Barbara Kaspar hier aus Bielefeld und die kann wirklich toll zeigen dass sich zum Beispiel das Mikrobiom zwischen den Kohlmeisen in der Stadt und den Kohlmeisen auf dem Land sehr stark verändert ist natürlich sehr stark assoziiert mit Immunantwort oder mit dem Immunsystem.
00:19:19: Und natürlich würden wir da Dinge erwarten, können wir jetzt noch dezidiert nichts zu sagen?
00:19:23: Wie gesagt, wir sind eben nicht in der Lage bei Mäusebusaden oder habe ich eine Stadtpopulation zu kontrastieren mit unseren Normalen weil das gerade erst losgeht und wie er so von fünf bis zehn Mäuserbusaden wirklich aus der Innenstadt oder aus der Stadt Bielefeld wissen.
00:19:40: Aber das kann man natürlich mal weiterspinnen und das ist genau der Ansatz.
00:19:43: Was macht die Stadt mit den Bewohnern in der Stadt?
00:19:49: Wir nennen das Trade-off, also so ein Abwegeproblem.
00:19:51: Was sind die Chancen oder Risiken?
00:19:53: Die Chancenen liegen auf der Hand.
00:19:55: Das ist tatsächlich ein erhöhtes Nahrungsangebot Und wenn man eben dann den Menschen nicht mehr als Feind auffasst, dann kann man natürlich auch recht stressfrei in der Stadt leben.
00:20:06: Das zeigen ja nun zum Beispiel die Kölner Habichter wie Brüten direkt über einem Parkweg wo jeden Tag hunderte von Menschen direkt unter dem Horst lang laufen.
00:20:18: das wäre in den Bielefelder Wäldern des Teutoburger Wallen völlig undenkbar noch.
00:20:25: Ja also wir haben ja.
00:20:30: Also meine These ist ein fast geschlossenes Habicht-Netz in Essen und Mühlheim, also wo ich sagen würde im Abstand von tausend zweihundert bis tausende Sechsneinhalb Meter wenn da überhaupt irgendetwas weltliches ist was auch nur annähernd geeignet ist.
00:20:46: Und wenn es nur so ein kleines Sperberhabitat ist.
00:20:50: Also Jens Brune sagt ja gerne zu einem Zwei Hektar Waldkackwald Und bei uns sind da die Habechte in sowas, dass es zweimal so groß wie so ein Bettminken fällt.
00:21:03: Da sind sie drin und das sind jungen Bäume, die sind teilweise erst fünfzehn Jahre alt.
00:21:08: Das sind halt die Industriebrachen dann oder solche wo dann so'n Brombeerschrott unten runter ist, wo keine reinkommen?
00:21:14: Absolut!
00:21:14: Also
00:21:15: das glaube ich
00:21:15: ist tatsächlich so Greifvögel langlebige Lebenslaufstrategie.
00:21:21: viel Möglichkeit über einen Lebenslauf auch natürlich noch ein bisschen was dazu zu lernen, auch wenn sicherlich Greifvögel nicht zu den lernfähigsten Vogelgruppen gehören.
00:21:32: Aber ja ich denke auch das Nahrungsangebot ist das wesentliche.
00:21:35: und wenn dann eben die Störung beziehungsweise die Verfolgung nicht mehr da ist, dann ist der Stadtraum absolut besiedelbar und das sehen wir eben natürlich an verschiedenen Großstädten Und das ist natürlich ein sehr, sehr spannendes Forschungsthema.
00:21:49: Weil da hängen andere Dinge also in der Natur gibt es nichts umsonst.
00:21:52: Das heißt wenn man einen Vorteil hat meistens gibt's dann auch noch irgendwo Nachteile und das scheint in der Stadt eben zum Beispiel Krankheiten und Parasiten zu sein zumindest beim Habicht.
00:22:04: Ich weiß nicht ob du Sophia Kimmich kennst die da an Stadtfüchsen in Berlin geforscht hat mit der mache ich ja auch mehrere Dinge zusammen.
00:22:13: da berichtet, dass das Revierverhalten sich der Stadtfüchse auch ändert.
00:22:17: Also viel höheres Nahrungsangebot ungefähr zehnmal so viele Füchsen in der Stadt wie im Brandenburger Umland und dann sich erklans bilden und dass diese Reviergrenzen verschwimmen.
00:22:30: Jetzt sind ja Mäusebusse auch durchaus sehr entschieden territorial.
00:22:36: Also man findet Beispiele, wir haben mehrere Beispiele wo dann mal zwei Horste nahe nebeneinander liegen vielleicht nur hundertzwarhundermeter entfernt und da hat man so den Eindruck also wir haben jetzt im Ehrenamt nicht praktisch statt die Kappers das wirklich systematisch zu untersuchen.
00:22:51: aber unser Eindruck ist sie haben dann so die Jagdgebiete ein bisschen aufgeteilte.
00:22:55: eine fliegt immer nach links der andere flieht immer nach rechts.
00:22:57: Und dann kommen in meisten Fällen recht gut miteinander klar.
00:23:03: Kennst du das auch?
00:23:04: A und B, siehst Du auch verändertes Revierverhalten in Ballungsräumen.
00:23:09: Wie gesagt, Ballungsräume bei uns eben.
00:23:11: wir haben nicht die Stichbogen oder so etwas zu sagen aber zumindest ich mir glauben dass wir auch da den Weltrekord sozusagen innehaben.
00:23:19: Wir haben also zwei erfolgreiche Bruten im Abstand von Seventig Metermäuse besagt gehabt.
00:23:25: Wir hatten schon mal drei innerhalb von Zweihundert Metern Und genau das was Du beschreibst kann Ich nur unterstützen oder bestätigen.
00:23:33: Man geht dann von dem Wald raus in verschiedene Richtungen und das kann über viele Jahre gut gehen.
00:23:39: Es gibt aber auch den anderen Fall, wir haben definitiv über Flügelmarken nachgewiesen, auch Kanibalismus bei Mäusebussade nicht nur im eigenen Nest wenn ein Küken gestorben ist dass es dann verfüttert wird sondern mit den Flügelmarken konnten wir nachweisen, dass Mäusepassade wer andern Mäuserbus hat nässt die jungen Töten an ihre eigenen Verfüttern.
00:24:01: Das ist also definitiv auch der Fall.
00:24:03: Das heißt, es gibt von bis und deswegen auch wieder was beeinflusst dann wie Individuen mit der Nachbarschaft umgehen?
00:24:11: Das heißt das sind wir schon wieder bei individuellen Unterschieden.
00:24:14: Man kann den Mäusebus hat nicht so einfach über einen Kamm scheren sondern man muss versuchen herauszufinden unter welchen Bedingungen zeigen sie welches Verhalten welche Anpassung auch im Verhalten.
00:24:27: sehr, sehr spannende Forschung.
00:24:28: Weil wir tatsächlich ... Wir haben ja nun lange auch einen Sonderforschungsbereich gehabt.
00:24:32: Da war ich Sprecher über acht, neun Jahre, wo man eben tatsächlich das Individuum und seine individualisierte Nische in das Zentrum der Betrachtungen gestellt hat.
00:24:41: Das bedeutet also, dass man von dem ... Von den Betrachten... Das macht die Art!
00:24:49: Erst mal runter und sagen, oh nee es gibt ja Unterschiede zwischen Populationen.
00:24:51: Das ist so seit den Siebziger-Achtzigerjahren weil das ein sehr großes Forschungsthema.
00:24:56: Und jetzt seit den Neunzigern und zwei Tausendern, was macht das Individuen?
00:24:59: Denn selbst innerhalb einer Population gibt es sehr große Unterschiede.
00:25:04: Die sind für ökologische und evolutionäre Prozesse sehr relevant.
00:25:10: Ja meine Seminarteilnehmer sind meistens schon etwas genervt von mir weil immer wenn sie fragen, Was macht der Habich?
00:25:16: Was macht er Bus hat?
00:25:17: Was machen die Milanen?
00:25:19: oder warum macht ihr das?
00:25:20: In vielen Fällen dann okay fragt doch den Rotmilan so weiß ich nicht.
00:25:24: Also ich finde das ein total wichtigen Aspekt, weil wir sind ja und da nehme ich mich gar nicht von aus.
00:25:33: Wir sind ja sehr versucht immer sehr schnell mit irgendwelchen menschlichen Perspektiven und Kausalzusammenhängen uns irgendwas zu erklären.
00:25:40: Und es sind vielleicht auch geeignete Hypothesen dabei.
00:25:43: aber das dann so schnell als Fakt hinzustellen und Dinge zu erklären Das macht halt Themen zu bremst Neugierde oder damit auch genaue Behaltesbeobachtung und wir wissen halt nicht, ob der Steinadler seinen Horst wechselt weil er dann durch die Witterung von Milben befreit wird.
00:26:03: Vielleicht will die Steinadlar-Frau auch einfach einen Tal wechseln.
00:26:08: also ich sage mal es kann viele Gründe geben, die wir gar nicht kennen oder die wir so auf dem Schirm haben.
00:26:16: ganz
00:26:16: wichtiger Aspekt Ertappe mich jedes Jahr dabei, dass ich so denke auch Mensch jetzt nach fünf und dreißig Jahren Greifvogelforschung.
00:26:27: Man weiß ja schon was so passiert im Jahr.
00:26:29: Und jedes Jahr führt nicht der Rat absurdo denn natürlich weiß man in Zweifelsfalle die groben Dinge aber im Detail passieren wieder Unterschiede.
00:26:38: und wie gesagt es sind Individuen und sie machen individuelle Dinge.
00:26:41: das heißt dieses klassische Der Bus hat Ja bestimmte Sachen kann man dazu sagen, aber natürlich gibt es Variation und man sollte immer wieder überrascht sein.
00:26:52: Und das ist tatsächlich etwas was man mir immer wieder sich selbst auch sagen muss Du glaubst du weißt wie's funktioniert?
00:27:01: Aber du weisst eigentlich überhaupt nicht wie es funktioniert.
00:27:04: also sei offen für lass viele Dinge zu und wir haben... Das ist jetzt tatsächlich wieder Hörbchen aus Stöckchen Plade zum Beispiel bei den Galapagos Seelöwen, ich habe das immer abgetan.
00:27:15: ein Verhalten was wir da beobachtet haben.
00:27:17: Nämlich dass ausgewachsene Seelöwen bei ihren Müttern säugen und ich dachte ja es ist irgendwie so total crazy Verhalten, das kommt ganz selten vor bis jetzt eine Doktorantin sich das systematisch angeschaut hat und gesagt naja also so crazy ist nicht das machen zehn prozent der Jungtiere wenn sie alt geworden sind.
00:27:42: Das heißt, wenn man das mal übersetzen würde und jetzt... Achtung!
00:27:45: Das ist ein unangenehmer Gedanke.
00:27:47: Wir haben Seelöwen, wenn wir das in menschliches Alter übersetzen würden die im Alter von fünfzig Jahren bei ihrer Mutter säugen Also völlig ausgewachsen sind.
00:27:59: Und das ist das Beispiel, ne?
00:28:01: Das ist nicht völlig abnorm sondern es ist regelmäßig.
00:28:05: und jetzt fangen wir erst an Fragen zu stellen.
00:28:09: Milch sollte kostbar sein.
00:28:10: Warum gibt die Mutter ihre Milch ab, die sie eigentlich für ein Jungtier braucht und lässt eben das Säugen zu?
00:28:16: Was ist der Anpassungswert?
00:28:17: oder vielleicht gibt es da keinen Anpassung wert?
00:28:19: aber was bedeutet das?
00:28:21: Und diese Frage habe ich nie gestellt weil von mich klar war dass es irgendwie strange und das ist so komisch Ist so eine Anekdote.
00:28:29: Ja, als Wissenschaftler sind wir ganz schnell dabei zu sagen ja Anek-Doten da kannst du ja nix mitmachen und hast keine Stichprobe bis dann eben neugierige Studenten gesagt hat Moment ist es denn wirklich eine Anecdote?
00:28:39: um ihr zehn Prozent ist nun wirklich keine Anek Dote mehr und haben wir in einem der bekanntesten wissenschaftlichen Journal publiziert.
00:28:48: Und das ging hoch bis zur New York Times die dann sozusagen einen dicken Artikel drüber geschrieben hat weil das eben Es war völlig unbekannt, fast generell bei Säugetieren.
00:28:57: Und wir waren die Ersten, die man systematisch reingeschaut haben und nicht weil ich das irgendwie als Wissenschaftler toll gesehen habe sondern ich hab es abgetan, sondern ich habe dann letztendlich die Studenten glücklicherweise, wenn du neugierig drauf bist, dann guck mal rein in diese Langzeitdaten und guck Mal!
00:29:13: Und sie hat Dinge gefunden, die hätte ich nie gefunden, weil ich nie reingeguckt hatte.
00:29:17: Ich glaube da müssen wir immer wieder uns kritisch hinterfragen.
00:29:19: sind wir offen für... spannenden Anekdoten, die eben vielleicht gar keine Anekdoaten sind.
00:29:25: Und das bedeutet einfach Offenseit und es ja schönes Beispiel dass wir genau haben, dass uns immer bewahren sollten.
00:29:33: wenn man glaubt man weiß zu wissen wie's funktioniert draußen in der Natur dann wirds gefährlich.
00:29:38: Peter Syrd hat mir mal gesagt er ist so ein Wolfs Forscher weiß nicht ob ihr ihn kennt sehr viel in den Kapaten an Bären Wölfen.
00:29:45: du spielst grad Pac-Man ne?
00:29:47: Nee leider Telefon.
00:29:51: Der hat viel geforscht und ich habe mit ihm über Rudelstrukturen bei Wölfen gesprochen.
00:29:59: Und da gibt es natürlich auch einige Spezialitäten, und dann hat er aber gesagt Rechne mit dem Wahrscheinlichen, aber halte viel für möglich.
00:30:06: Aber also kriegt ein Gefühl für den Raum des Möglichen und sei offen.
00:30:11: Also es gibt ja auf diesen anderen Weg.
00:30:12: Man findet in der Literatur irgendwelchen Spezialkramm und will das dann schnell generalisieren.
00:30:20: genau so eine Gefahr, dass man dann auf einmal alles für Fantastisch hält.
00:30:23: Natürlich
00:30:24: natürlich!
00:30:24: Aber das ist ja letztendlich vernünftiges wissenschaftliches Arbeiten, was wir schon versuchen.
00:30:29: Natürlich aus dem speziellen Kammern kann man das verallgemeinern und es gibt auch dann entsprechend die Notwendigkeit der statistischen Absicherung.
00:30:37: Wir sind in der Verhaltensforschung mit dem Problem konfrontiert, dass wir die Tiere nicht wirklich fragen können.
00:30:44: Meine Kollegen außer Psychologie teilen Fragebögen aus.
00:30:47: Aber wenn man das versucht, dann kann man auch Tiere nach ihren Präferenzen fragen.
00:30:53: Wir haben ja nun über viele Jahre machen wir Versuche mit ausgestopften Uhus und Fragen die Bussade oder Habichte oder die Rotmilane so was hältst du denn jetzt davon?
00:31:03: Wenn eben hier ein potenzieller Predator deiner Küken in der Nähe des Nestes auftaucht?
00:31:10: Da kriegt man auch spannende Antworten.
00:31:12: Und da können wir zeigen, dass Bus hat Aggressionsverhalten und sich systematisch geändert über die letzten zwanzig Jahre.
00:31:19: Man arrangiert sich mit dem großen Predator zu bisschen Verhalten während vor zehn, zwölf, fünfzehn Jahren.
00:31:25: Die Bus hatte sehr aggressiv.
00:31:27: Das war ein neuer Stimulus.
00:31:28: Man hatte um sich herum im Allgemeinen den Uhu nicht weil er es gerade zum Teutoburger Wald kam der dann so richtig erst mit Schwung zurück.
00:31:37: Jetzt ist er überall da und man passt sein Verhalten an, das ist natürlich auch spannend.
00:31:41: Also wenn man es vernünftig anstellt kann man bestimmte Sachen tatsächlich sagen.
00:31:45: dann kann man die Tiere fragen was hältst du davon?
00:31:48: oder was sind Präferenzen klassische Wahlversuche?
00:31:51: Oder eben mit Langzeitdaten was wählen die Tiere zum Beispiel als Habitat?
00:31:57: Das ist natürlich etwas wo wir dann wenn man viele Jahre Daten hat von hunderten oder bei uns sind sie inzwischen meistens sogar tausenden von Vögeln Entscheidungen, dann kann man natürlich ja das ist korrelativ.
00:32:09: Man kann nicht sagen es ist kein Experiment aber man kann natürlich schon bestimmte Dinge ableiten.
00:32:15: also insofern die Grenzen der Belastbarkeit der eigenen Daten zu kennen aber nur durchaus auszuloten das ist natürlich auch spannend und gehört natürlich auch zum wissenschaftlichen Betrieb dazu.
00:32:24: Dann seid ihr da auch so ein bisschen vielleicht nicht Vorreiter vielleicht doch weil wenn ich das nicht falsch verstanden habe hat ja die biologische Verhaltens Forschung an Wildtieren jahrelang auch daran gekrankt, dass vieles als nicht wissenschaftlich galt und verboten war.
00:32:42: Also zum Beispiel nach Persönlichkeiten zu fragen oder so dann hieß es immer okay du vermenschligst die Tiere oder so.
00:32:49: das ist nicht wissenschaftlich.
00:32:50: also es gab es gab auch heilige Kühe auf der einen Seite und so ne?
00:32:54: Es wirkte sehr dogmatisch.
00:32:56: also sich da erstmal freizuschwimmen war auch schon ein kleiner Prozess.
00:33:00: Ich glaube schon, dass man sagen kann über die letzten fünfzehnzig Jahre ist ein richtiger Paradigmenwechsel erfolgt.
00:33:06: Der angetrieben wurde würde ich schon sagen aus dem angelsächsischen Raum.
00:33:10: das eben dieses Tierpersönlichkeitskonzept wo man heute natürlich sagen würde hey Kinders jeder Hundebesitzer, jeder Katzenbesitzer würde natürlich sofort sagen meine Katze ist nicht wie alle anderen und es gibt mich diesen Katzen oder Hundesstereotypen.
00:33:25: Da kann man natürlich immer dann fragen, was hat das auch mit dem Besitzer zu tun?
00:33:29: Ich meine es ist ja eine Interaktion.
00:33:31: Aber zu Fragen die Tiere, die eben da draußen leben, dass sie sich unterscheiden... Das war so ein bisschen wie gesagt in den fünftiger-sechziger Jahren gab es bahnbrechende Monographien zu einer Tierart.
00:33:46: Wenn man drüber nachdenkt einen George Schaller der arbeitet über Serengeti Löwen, das ist der Serengetti Line.
00:33:52: Das war ein bahnbrechendes Buch.
00:33:54: da wurde gesagt dass machen Löwen So.
00:33:57: das hat dann Craig Packer in der Seren Geti an Löwen weitergemacht.
00:34:00: aber Philip Stander der in Namibia in Löwen gearbeitet hat er sagt ja sorry aber meine Löwen sind ganz anders.
00:34:07: Das heißt dann kriegte man natürlich dann aus dem Moment mal Zwischen den Löwenpopulation gibt es riesige Unterschiede.
00:34:14: also sollten wir sagen das macht die und die Population Kann man ja natürlich nur konsequent weiter denken.
00:34:20: Was macht man dann?
00:34:21: Naja, innerhalb einer Population gibt es Unterschiede zwischen Individuen und das ist vor allem dann NDC zum Beispiel aus Kalifornien ein hervorragender Wissenschaftler der dann eben das Tier-Persönlichkeitskonzept auch in die Wildnis übertragen hat.
00:34:35: Mils Dingemannse in München einen hervorragener Forscher, der das im deutschen Raum.
00:34:41: also der ist einer der ganz führenden in der Persönlichkesforschung, die gesagt haben okay Persönlichkeit gibt es, aber damit kam sofort das nächste Problem.
00:34:50: Denn wenn es Persönlichkeitsunterschiede gibt dann muss man hier erklären warum Tieren nicht komplett flexibel sind?
00:34:55: Ich sollte ja eigentlich in der Lage sein all das was die Umwelt mir vorsetzt vollkommen flexibel durch Verhaltensplastizität abzufedern.
00:35:04: und das ist natürlich dann das nächste Forschungsfrage Warum gibt es diese komplette Plastikität nicht?
00:35:09: Aber das ist auch wieder ein Thema was in der Psychologie ganz wichtig ist denn wir Menschen können ja auch nicht immer aus unserer Haut.
00:35:16: Das heißt, warum gibt es eigentlich auch nicht beim Menschen diese komplette Plastizität?
00:35:20: Egal was die Umwelt, meine soziale Umwelt mir vorwirft oder vorsetzt als Bedingung.
00:35:26: Ich kann immer perfekt reagieren und da kann man eben herausarbeiten das natürlich Plastiziert auf alles immer ganz flexibel reagieren zu können.
00:35:34: Das hat auch Kosten!
00:35:37: Und das ist wahrscheinlich der Ansatz dass eben auch bei Tieren Persönlichkeit A evolved ist weil es unter bestimmten Umweltbedingungen besser scheu zu sein Wenn man mit viel Predationsrisiko zu tun hat, dann ist Scheuhe ganz gut.
00:35:50: Haben wir unseren Greifvögeln ja über viele Generationen angezüchtet?
00:35:54: Die Nicht-Scheu-Individuen waren eben etwas schneller tot und das bedeutet ich kriege über die Generationen... ...krieg' ich ganz, ganz scheue Greifögel!
00:36:04: Was spielt in dem Zusammenhang?
00:36:06: also es gibt hier eine Art Erbanlage.
00:36:08: Also wie verhält sich wenn wir jetzt auch uns auf die Mäusebus hatte wiederbeziehen?
00:36:12: Wie verhält's sich ein Mäuserbus hat?
00:36:14: Auf der anderen Seite gibt es diese Anpassung, diese Entwicklung jetzt von Mäusebussade.
00:36:26: Welche Rolle spielt da die Epigenetik?
00:36:28: Also eher so diese kurzfristige Vererbung von Verhaltensmustern und Erfahrungsmusten...
00:36:39: Also generell kann man sicherlich sagen auch der Paradigmenwechsel, der nach diesem fürchterlichen Streit in der Wissenschaft zwischen Nature versus Nurture.
00:36:46: Also was ist genetisch bedingt?
00:36:48: Was ist umweltbedingt?
00:36:50: Da haben sich ja nun Leute ganz heftig miteinander angelegt und natürlich ist der Konsens heutzutage es natürlich beides.
00:36:56: Natürlich interagiert die Umwelt mit dem genetischen Grundkonstrukt, was da ist.
00:37:02: also man kann gar nicht immer so sagen was ist angeboren, was ist erlernt?
00:37:06: Sondern natürlich angebore und erlernte interagieren miteinander.
00:37:09: Und jetzt haben wir also auch noch den Mechanismus, dass wir sagen wie kann das denn eigentlich funktionieren?
00:37:14: Das bestimmte Dinge die ich erfahren habe... Wie kann das sozusagen irgendwie den Eingang ins Genom finden und auch noch weitergegeben werden?
00:37:24: An die nächste Generation!
00:37:25: Das war ja völlig unklar, wie kann es
00:37:27: sein?!
00:37:27: Und weil das nicht sein kann, kann es nicht sein!
00:37:30: So, jetzt haben mit dem Mechanismus Und wir haben natürlich jetzt eine ganz andere Möglichkeit, die Daten, die man immer schon hat und wo man das sieht.
00:37:37: Wie kann ich das denn erklären?
00:37:39: Der Mechanismus kann zum Beispiel epigenetische Modifikation sein.
00:37:42: Das heißt, ich kann umwelterfahrungen hinterlassen einen Spur in meinem Genom.
00:37:49: Dieses Genom wird dann sogar mit dieser Spur partiell weitergegeben an die Nachkommen.
00:37:55: Bei den Greifüllen kann man sehr schön zeigen.
00:37:57: oder der Mechanismus, der da zum Tragen kommt ist einfach... wenn ich in einem Horst aufwachse, wo ständig Menschen drum rumlaufen.
00:38:06: Wenn ich meine Mutter meinen Vater so sein sehe dass sie einfach ihr Ding weiter durchzieht das die nicht flüchten, dass die einfach da sitzen.
00:38:14: natürlich habe Ich dann gelernt dass sich vor dem menschen der zwanzig Meter unter mir direkt unterm horst durchläuft Dass ich dann eben auch nicht flüchtet.
00:38:22: und das bedeutet wenn wir ein erst mal einige wenige individuen haben den Schritt in die Stadt geschafft haben Die reproduzieren sich Häufig sehr erfolgreich, weil das Annahmensangebot toll ist.
00:38:32: Die Jungvögel lernen... Alles klar!
00:38:35: Mensch is nicht mehr das Problem zumindest in der Stadt.
00:38:38: und schon geht ne... Wie so eine Lawine kommt dann ins Rollen?
00:38:41: Und schon habe ich dann innerhalb weniger Jahre oder Jahrzehnte eine Stadtpopulation von Habichten, Bemäusebussaden oder in Mumbai vom Leopard.
00:38:52: Ich bin ja jetzt selber kein gelernter Biologe, sondern habe mir das so angeeignet und würde mich nochmal interessieren auch wie du mir das erklären würdest.
00:39:04: noch mal was jetzt in so einem Fall also nehmen wir anstatt Mäusebus hatte oder Habichte die Jungen werden einem Horst meinetwegen bei michael lachermann im park groß.
00:39:16: über diesem parkweg der stark frequentiert ist sogar noch von unterschiedlichen stressoren.
00:39:21: mal kommen die biker mal kommt die kinderwagen.
00:39:24: Mal kommen die hunde alles dabei.
00:39:27: also normalerweise würden viele greifvögel da schreiend wegfliegen oder gar nicht erst kommen und dann machen sie es.
00:39:34: aber jetzt werden die kleinen da groß Und man kann natürlich sagen, Teil ist dann angelernt.
00:39:40: Ich sehe hier meine Eltern kommen damit gut klar ich werde groß die kommen nicht hoch alles alles cool das es dann angelehnt.
00:39:48: was hast du für ein Bild wie sich sowas epigenetisch dann weiter gibt?
00:39:54: Das ist ja wenn ich das nicht falsch verstanden hat eine Aktivierung von Basenpaaren an den A-Grenzen.
00:40:01: korrigiere mich also aber sind das Bilder sind das Muster Weißen man das oder ist es auch sehr heterogen, was da genau passiert?
00:40:13: Also dann weiß man relativ wenig.
00:40:17: Die häufigste Dinge die wir tatsächlich finden können ist eine Methylierung und die DNA wird genetisch ein bisschen flankiert beeinflusst dann, wie das abgelesen wird oder wie sozusagen Promoter- oder Transkriptionsfaktoren da letztendlich funktionieren.
00:40:39: Das ist bisher.
00:40:40: also.
00:40:40: ich wäre jetzt nicht in der Lage irgendeine Studie aus dem Gedächtnis zu zitieren die bei Greifvögeln schon sich wirklich epigenetische Modifikation statt versus Land angeschaut hat.
00:40:52: Das wird sicherlich kommen, das wird in den nächsten zwei-drei Jahren.
00:40:55: Es gibt bei anderen tatsächlich, da sind eben Singvögel, wenn man sozusagen Kohlmeisen in der Kasten hat und weiß genau, dass sind die und die Individuen, da ist die Kohlmaisenforscher einfach vorne dran weil sie natürlich ausgrund der Lusklistik und da gibt es schon Belege dafür, dass natürlich auch die Stadt zu einer epigenetischen Modifikation führt.
00:41:16: Ein Vögel wissen wir noch relativ wenig aber ich kann mir nicht vorstellen, die Mechanismen sind bekannt Es geht nur noch um Detail zu klären, okay.
00:41:24: Um welche Gene könnte es sich dann handeln?
00:41:27: Was sind da... Und ich meine, da ist natürlich relativ schnell bei bestimmten Hormonen.
00:41:33: Weil wenn ich flüchte, gibt das eine Angstreaktion.
00:41:36: Da kann man relativ schnell beim Kortisol, bei Säuretieren und der Corticosteron, bei Vögeln und solchen Dingen, die dann letztendlich anders reguliert werden.
00:41:48: Und schon kann ich da eine Modifikation erfahren und dann verhalte mich eben anders.
00:41:53: Das Schöne ist wiederum, wenn ich das zum Mäusebussard rückkopple, dass man weiß, dass z.B.
00:41:58: das Wesentliche gehen was die Gefiedervariation beim Mäusibussard prägt also MC-One-A, Melanocortin I Receptor der ist tatsächlich auch involviert in einer Wirkungskaskade oder Stoffe des melaninen Stoffwechsels sind involvierte auch in der Kaskade die letztendlich zum Beispiel Testosteron im Testosteronstoff extra in der Rolle spielt, das bedeutet Testosteron macht mich ja auch aggressiver oder weniger aggressiv.
00:42:23: Das heißt da sieht man sofort an der Fährung eines Mäusebussads gibt es vielleicht Korrelate zum Verhalten und das haben wir vor vielen Jahren schon gezeigt dass eben helle Mäusibussade in einem kontrollierten Experiment tatsächlich aggressiver sind als nicht so heller.
00:42:38: also das war spannend.
00:42:42: Auch glaube ich in Zugverhalten werden das nicht Mönchskrassen, Mücken und Rotschwänze doch auch gesehen dass sich in wenigen Generationen Zug Verhalten wirklich massiv ändert.
00:42:51: Es gibt dieses Beispiel von Rotmilan die nach Großbritannien eingeführt wurden, die nicht ziehen im Gegensatz zu allen anderen.
00:43:00: Das sind Also könnten auch Beispiele dafür sein, dass halt jetzt auf diesen Ebenen es irgendwie zu Veränderungen kommt?
00:43:07: Da
00:43:07: muss man wirklich die Beispiel.
00:43:08: Also das erste Beispiel was du angesprochen hast ist ja ein ganz berühmtes Beispiel Peter Berthold mit seinen Mönchenglasmücken und er hat tatsächlich aber die Erblichkeit bestimmt.
00:43:17: Das heißt da können wir Selektion postulieren als Wirkungsmechanismal.
00:43:22: Also ansnormale natürliche Selektion, wo ein neuer Zugweg sich etabliert hat der nicht so weit ist, der mit weniger Risiken verbunden ist.
00:43:31: die Tiere sind dann im Frühjahr früher da können also die besten Territorien besetzen und das brauche ich irgendeine solche Fitness-Effekte und Peter Bertol konnte wunderschön zeigen dass setzt sich dann innerhalb von wenigen Generationen setzt sich das eben durch oder hat einen Fitnessvorteil und hat eine sehr hohe Erblichkeit dieser Zugwege.
00:43:50: Das heißt, da können wir bei den Mönchskrassmücken... Da müssen wir gar nicht die Epigenetik bemühen!
00:43:55: Kann sein dass das auch noch ne Rolle spielt aber Peter Berton hat toll gezeigt, das ist einfach natürliche Selektion.
00:44:01: Manchmal geht es aber so schnell, dass bei der Generationszeit des Organismus eigentlich gar keine normale natürlichen Selektionen sein kann.
00:44:09: wenn wir zum Beispiel bei Störchen darüber nachdenken, dass Teile unserer Störcher nun überhaupt nicht mehr ziehen.
00:44:15: In meinem Ruhrgebiet bleiben im Winter da.
00:44:18: Das heißt, dass es so schnell passiert in so wenigen Jahren bei der Generationszeit von Störchen ist das durch natürliche Selektion alleine nicht zu erklären.
00:44:26: Es ist viel zu schnell.
00:44:28: Bedeutet also die haben auch dann durch Plastizität ihr Verhalten angepasst und da kann man dann wieder die epigenetischen Mechanismen ins Land führen.
00:44:38: aber manchmal muss es gar nicht mehr sein sondern ein Individuum hat einfach Verhaltensflexibilität.
00:44:45: dann kann das eine epigenetische Modifikation auslösen, die weitergegeben wird.
00:44:50: Es kann auch einfach sein dass natürlich die Jungstörche oder die Junghabichte gelernt haben, ich gucke mir an was Mama und Papa machen.
00:44:58: und wenn sie halt nicht mehr scheu sind, wenn die halt lieber irgendwie im Ruhrgebiet auch im Winter bleiben in der Nähe von einem Zoo oder irgendwo wo es vielleicht etwas zu beißen gibt, anstatt bis runter nach Südafrika zu fliegen oder nach Westafrika?
00:45:14: Naja!
00:45:15: dann ist das eben tatsächlich wiederum ein Vorteil und der setzt sich so schnell durch, da brauche ich nicht mal die natürliche Selektion zu bemühen.
00:45:22: Sondern es geht einfach zu schnell für diese Selektion.
00:45:25: Das ist ja auch das was wir als kulturelle Evolutionen bezeichnen.
00:45:30: D.h.,
00:45:31: Faltensunterschiede, die innerhalb einer Generation durch Lernen oder Zwischengeneration so schnell weitergegeben werden dass sie viel schneller laufen, eine Zehnerpotenz schneller laufen als das über genetische Unterschiede und Selection machbar wären
00:45:45: müssten wir jetzt gar nicht so tief, glaube ich einsteigen.
00:45:47: Aber ich hatte in Bezug auf die Mönchskrassmücken eher auf die Epigenetik die Frage ob zu Beginn dieses Prozesses wenn also die ersten Mönchskrassmück oder einzelne andere Verhaltensweisen zeigen dass dann deren Nachkommen dann vielleicht schon so einen Muster haben und auch eher tendenziell da bleiben.
00:46:09: Ja das
00:46:09: hat Peter Bertolt gezeigt.
00:46:11: er hat eine Erdlichkeit von siebzig Prozent für diesen Zugweg gezeigt Aber damals war von Epigenetik nicht die Rede.
00:46:19: Also er konnte jetzt nicht unterscheiden, ist es epigenetische Modifikation?
00:46:22: und das ist einfach Erblichkeit aufgrund von normaler genetischer Variation weil Zugwege sind natürlich auch genetisch ziemlich gut erforscht und sie haben eine sehr große genetische Komponente.
00:46:34: eines der besten Beispiele meiner Meinung nach ist der Cuckoo.
00:46:38: Ein Kuckuk, der meinen Wegen bei euch im Bochum, wenn es noch welche gibt.
00:46:43: Oder bei uns in der Nähe gibt's kaum noch welche aber es gibt noch ein paar... Der wird ja großgezogen von einem Brorsänger und dennoch fliegt unser Kuckuck ohne dass er irgendwas von dem Brorsängern lernen kann oder dass er irgendetwas von einem anderen Kuckup lernen kann, flieht er bis nach Südafrika.
00:47:03: Das heißt das muss in den Genen ziemlich klar festgeschrieben sein so weiß ich nicht ne?
00:47:09: da und dahin fliegst, dann musst du so ein bisschen weiter nach Süd, Südwesten.
00:47:12: Und alle diese Dinge.
00:47:13: Sonst kommt unser Kuckuck nicht völlig eigenständig denn er zieht nicht mit anderen Kuckucken.
00:47:17: mittlerweile gibt es sateliten telemetrische Daten bei Kuckuchen die machen das schon alleine!
00:47:22: Das heißt er kann von nichts lernen und trotzdem kommt er nach Südafrika vom Bochum aus.
00:47:29: Als ich in deiner Bio gelesen habe dass du das auch kukuku auch einen Schwerpunkt von dir sind hatte ich schon direkt Spaß daran dich nach einem zweiten Podcast irgendwann mal zu fragen.
00:47:39: Weil mein Freund Jan, der jetzt beim DDR arbeitet.
00:47:43: Der ist auch auf das Thema Kuckuke gestoßen aber auch so ein bisschen.
00:47:46: was gibt es da weltweit eigentlich an Arten und an spannenden Verhaltensweisen?
00:47:50: Das ist glaube ich auch ein endloses Feld.
00:47:55: Es gibt keine Vogelgruppe die eine so variable Brutstrategie hat!
00:47:58: Es gibt ja Kuckucks Arten, die ganz normal selber brühten und dann eben parasitisch... Ja, das war eine schöne Zeit.
00:48:03: Das war während der Cambridge-Zeit wo ich einfach lernen wollte noch besser experimentell zu arbeiten und da sind die Greifvögel eben nicht das Mittel der Wahl, sondern einfache Experimente im Nest an Kukuku zu machen.
00:48:17: Und ich habe eben viel in Südafrika gearbeitet am Jakobiner-Kukuk – also eine Art wo die kleinen Kukuke mit den Küken groß werden des Wirtes.
00:48:26: Also sehr spannend!
00:48:27: Aber
00:48:29: genau das machen wir vielleicht ein anderer Mal wenn du dann nochmal Lust hast haben solltest.
00:48:35: Mäusebussard, Beutelisten und das jetzt vielleicht in Verbindung bringen mit unserem Thema wo wir gerade abgesprungen oder gerade gelandet sind diese wenn man auf Beute also wenn man über dem Mäusibussard liest dann gibt es auf der einen Seite ja schon eine Art Spezialisierung auch Wühlmäuse auf Heldmäuse.
00:48:55: Auf der anderen Seite sind aber die Beutelisten sehr divers und man findet dann auch teilweise höhere, zum Beispiel Vogelanteile als man so vermuten würde.
00:49:06: Sowohl in der Beute Masse als auch in einer Stückzahl.
00:49:10: Jetzt kann man natürlich sehr schnell sagen, ja alles Jungvögel.
00:49:13: Alles kranke Vögel.
00:49:14: oder gibt es genau?
00:49:17: ist das vielleicht auch Verhaltensplastizität?
00:49:20: Ist das Anpassung angelegenheit in Ballungsräumen oder in verschiedenen Habitaten?
00:49:26: was hast du da für einen Blick drauf?
00:49:29: Opportunisten wie komme ich auf die einfachste Art und Weise an?
00:49:35: Futter bedeutet also in dem Mäusejahr Ja, dann finden wir sechzig bis achtzig Prozent der Beute die wir auf den Horsten finden sind Mäuse.
00:49:49: Da ist ein Feldmäuse dabei, da sind natürlich Schermäuse auch dabei, die etwas größeren und da ist tatsächlich nur wieder mal eine Waldmaus dabei.
00:49:58: Also sie sind opportunistisch angelegt und können aber dann in einer Umweltbedingung wiederum reagieren oder auf lokale Gegebenheiten.
00:50:06: also wir haben so ein zwei Horste ganz bekannt für uns halt sozusagen, ah ja klar die sind in der Nähe zum Beispiel von Fischteichen.
00:50:17: Jetzt will ich damit nicht sagen dass diese Mäusebussade wirklich aller Fischadler die Beute da aktiv greifen aber sie sammeln jede Menge tote Fische ein so und dann hat man auf den Horsten neben den Feldmäusen auf einmal dann natürlich jede Menge Fische.
00:50:33: So das heißt wiederum was bietet mir die Umgebung?
00:50:37: Erklärt wiederum natürlich auch was bieten wir die Stadt?
00:50:39: wenn die Stadt mehr viel bietet dann gehe ich dahin wenn die Kosten nicht zu hoch sind.
00:50:44: Und das ist natürlich genau das.
00:50:46: und dementsprechend, wenn wir ein Mäuse-Mangeljahr haben, das gibt es ja immer wieder, das wächstet sich ja nicht mehr so ganz regelmäßig ab wie das früher mal war.
00:50:54: Es gibt bei uns auch Jahre wo es kaum Mäuser gibt und dann finden wir zum Beispiel recht viele Rabenkränen.
00:51:02: Zum Beispiel sehr viele Jungvögel, die nehmen offensichtlich dann die jungen Rabenkrähne aus Nestern raus aber auch ausgewachsene Rabenkränen kommen immer wieder einmal vor.
00:51:11: Also wir haben über die Zeit jetzt tatsächlich auf fünfzig, fünfzig verschiedene Arten an Beute aufgezeichnet und man muss eben zu denken geben dass das was wir im Horst sitzen sehen ist natürlich eine Verfälschung.
00:51:29: Denn ganz kleine Bäude in Mäusebussert wird man jetzt in den nächsten Tagen ja ganz viel beobachten können wie laufen über frisch gepflügte Felder.
00:51:39: da sind ja keine Mäuse so in Scharen umgefügt worden, sondern geht es um Regenwürmer.
00:51:45: Und das ist eine Beute... selbst Regenwirma finden wir seltenstmal als Beute, also Depot-Beute aber im Allgemeinen finden wir das eigentlich.
00:51:52: Das heißt diese Liste ist natürlich sozusagen verfälscht.
00:51:56: die ganz kleinen Beutetiere Insektenregenwürme
00:51:59: usw.,
00:51:59: die durchaus zu bestimmter Zeit eine Rolle spielen können.
00:52:03: Die sieht man eben bei uns nicht.
00:52:07: Nicht da, sondern die sind natürlich da.
00:52:08: Die kriegen wir nun nicht mit und die kriegen wir nicht aufgezeichnet.
00:52:12: Aber man geht heutzutage ja nicht mehr so in... Früher war es ja so, da wurden so viele Mäusebussade einfach geschossen.
00:52:18: Da gab's dann die Möglichkeit einfach Magenanalysen.
00:52:20: Also Pichocchi hat früher ganz viele Arbeiten dadurch publiziert, dass er sich den Mageninhalt angeschaut hat.
00:52:28: Und dann sieht man das Insekten oder auch Regenwürmer zu bestimmter Zeit eine ganz wichtige Rolle spielen.
00:52:34: Wir kriegen
00:52:34: das
00:52:35: auch in der Nahrungsökologie.
00:52:37: Das ist tatsächlich im wahrsten Sinne des Wortes ziemlich abgefrühstückt, da wissen wir eigentlich schon allgemein was passiert.
00:52:44: aber da ist dann wieder vielleicht spannend aber da müssen wir glaube ich noch mehr Daten haben individuelle Unterschiede.
00:52:50: Was bedingt individuelle Unterstehung?
00:52:52: Aber wir können festhalten Greifvögel sind Opportunisten und ein Mäusebusser kann ganz schön flink sein ausgewachsene Drosseln zum Beispiel erbeuten, aber das ist im Allgemeinen nicht so viel von Erfolg gekrönt.
00:53:06: Das heißt solche Dinge passieren dann nur wenn halt insgesamt es mit Mäusen oder anderen Dingen schlecht ist.
00:53:11: Das heisst, wenn ein Muss hat und nicht muss, dann nimmt da das was sozusagen etwas mehr verfügbar ist.
00:53:19: Es sind im allgemeinen eben...
00:53:22: Das ist ja vielleicht auch nochmal ein Beispiel dafür wie viele Faktoren eigentlich dann so einen Datenergebnis am Ende beeinflussen.
00:53:30: also wie gut ist ein Mäuse?
00:53:32: ja aber auch was gibt es an Ratten, wie hat sich die EU-Förderung gerade geändert dass die Landwirte wieder andere Dinge auf den Feldern tun spritzen.
00:53:42: Andere Dinge ernten?
00:53:43: da die Feldgröße wie viel Weiden... Also wie groß ist das Feld?
00:53:47: Also wie nahe ist die Weide zum Feld?
00:53:50: Wie gut sind die Ansatzwarten und und und?
00:53:56: Und vor allen Dingen auch nachungsverfügbar übers Jahr.
00:53:58: Das wird, finde ich, auch häufig vergessen.
00:54:00: Häufig wird in solchen Büchern... Entschuldigung gerade!
00:54:05: ...wird dann irgendwie genannt die Fressen das und dass?
00:54:08: Wenn man aber da genauer hinguckt, gibt es nur sechs Wochen im Jahr.
00:54:11: Also was macht das Tier eigentlich den Rest vom Jahr?
00:54:15: Da sind wir natürlich nicht in der Lage, was dezidiert ist zu sagen.
00:54:19: Ich kann nichts dazu sagen, was fressen Mäusebussade zwischen Juli und April kann man eigentlich sagen.
00:54:28: Weil das ist eben jenseits des Brutzyklus so im Allgemeinen, ne?
00:54:32: Und da haben wir einfach nicht die Daten... Ich kann mir vorstellen was sie heißen aber es gibt natürlich ein paar alte Untersuchungen weil natürlich früher wurden Mäusebussade und alle Greifvögel das ganze Jahr übergeschossen d.h.
00:54:47: Es gibt tatsächlich einfach Daten dazu was in Magen eines Mäusibussards drin für jeden Monat des Jahres.
00:54:55: Wir wollen jetzt hier aus keine Forderung ableiten.
00:54:59: Man muss ja auch, ich will so sagen, bestimmte Sachen findet man spannend und wir waren ja eben dabei, dass man sagt okay, man engt sich dadurch natürlich ein bisschen ein, das man bestimmten Sachen spannend findet andere vielleicht weniger und dann vielleicht auch mit weniger offenem Auge drauf schaut.
00:55:12: also man muss offen sein für immer wieder neue Fragestellungen.
00:55:15: aber ich glaube was auf jeden Fall ableitbar ist, dass es eben wertvoll ist über viele Jahre zu schauen.
00:55:20: davon bin ich sehr fest überzeugt weil man eben Ein, zwei Jahre – wenn man gerade auf Populationsebene – drei Jahre ist die klassische Förderzeit eines Standard-Antrags bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
00:55:34: Und die finanzieren das ist der Forschungsförderer für die deutsche Grundlagenforschung über alle Fächergrenzen hinweg.
00:55:45: Das heißt für mich ist die Deutsche Forschungsmeinschaft der große Förderer unserer Forschung und normale Anträge laufen drei Jahre!
00:55:54: Aber drei Jahre ist natürlich etwas, was für solche Populationen das?
00:55:58: ein Schwankung.
00:55:59: Das ist der Unterschied zwischen Wert und Klima – das ist bei uns auch so.
00:56:02: Drei Jahre ist gar nichts!
00:56:03: Erst jetzt, mein Mäusebus hat, gehen wir dieses Jahr ins thirty-eighthste Jahr.
00:56:09: Und dann sind es langsam irgendwelche Entwicklungen.
00:56:11: Da kannst du mal darüber sprechen wie sich solche Dinge, diese Faktoren, wie die zusammenkommen... Aber das ist natürlich eben schwierig, weil ich will diese Langzeitforschung machen.
00:56:22: Muss aber immer was Tolles Neues als Thema finden um Anträge für Forschungsförderungen zu stellen.
00:56:33: Wenn man mit langlebigen Tieren arbeitet.
00:56:36: auf der anderen Seite langsam erkennt man die Apex Predatorne an der Spitze der Nahrungskette, dass sie tatsächlich ein Ökosystem strukturieren.
00:56:46: Und das ist jetzt gerade eine sehr aktuelle Forschung, weil wir sehen wieder Uhu, der zurückgekehrt ist.
00:56:51: Der in großen Zahlen zurückgekehrt ist und strukturiert unsere Geifurbel-Gemeinschaft hier ein bisschen neu.
00:56:57: Das finden wir super spannend!
00:56:59: Also muss man für eine Langzeitforschung eigentlich ein ähnliches Drehbuch schreiben wie jemanden, der jetzt so ein paar Netflix Staffeln entwickeln will?
00:57:07: Dass die Storyline immer interessant bleibt, dass man immer wieder neue Dinge drin hat in einem Forschungsantrag die nächsten schon anlegen quasi, ne?
00:57:19: Geld beantragen wollen würde und wir sagen das ist spannend.
00:57:22: Und wir machen jetzt drei Jahre das weiter was wir vor zehn Jahren gemacht haben.
00:57:26: Wir würden alle sagen nö, finden wir nicht spannend und dann gibt es auch kein Geld.
00:57:31: und da das eben zunehmend schwierig wird Geld einzuwerben.
00:57:36: aber man braucht natürlich die Women und Men Power auch um solche Sachen über all die Jahre zu tragen.
00:57:42: Und das ist eben das Dilemma, in dem ich stecke und da muss ich immer wieder versuchen um das Rad neu zu erfinden.
00:57:49: Das ist jetzt mal ein sehr spannender Teilaspekt aber letztendlich ist es auch super spannend einfach letztendig über hoffentlich dann vierzig-fünfzig Jahre eben zu gucken.
00:57:59: ja warum ist denn das passiert?
00:58:00: Ich habe tatsächlich jetzt mal aus Spaß für einen Lokal also für das wissenschaftliche Journal der Nordrhein-Westfälischen Onitologengesellschaft Den Caradius sollte ich einen Beitrag schreiben, wir haben letztes Jahr ein Sonderheft über Greifhöre gemacht.
00:58:17: Und ich habe dann mich dazu verstiegen tatsächlich nicht nur was zu schreiben sondern in dem Titel so ein bisschen dieses Kredo eben auszudrücken.
00:58:27: und ich habe eben schrieben Entwicklung einer lokalen Habichtpopulation Ein Zwischenbericht nach fünfzig Jahren.
00:58:33: Und diesen Titel finde ich eigentlich ganz schön weil ja nach fünfzehn Jahren und wir haben beim Habicht tatsächlich Fünfzig Jahre lang Daten jetzt gesammelt, zusammen mit eben Kollegen die das angefangen haben, dass ich natürlich noch sozusagen nicht dabei war.
00:58:47: Und da sieht man bestimmte Dinge!
00:58:49: Da sieht man einfach über Jahrzehnte eine Entwicklung und kann dann glaube ich ein bisschen fundierter dazu was sagen als wenn man sagt so hier in zwei drei Jahren ist das und das passiert?
00:58:57: Das deutet auf das und hin.
00:58:59: Zwei-drei Jahre sind für solche Punkte nichts.
00:59:04: Es ist ja auch nochmal das Thema vom Beginn.
00:59:08: finde Man braucht ja auch Kompetenzaufbau im Team bei den Menschen, weil da bin ich halt Michael Lagermann auch ganz dankbar.
00:59:19: Wir haben an einem Projekt einen Essen-Auchteil genommen damals an diesem Stadthabichprojekt und durch seine Methode wo jetzt am Anfang dachte Hill Google Maps und er sucht irgendwas aus und dann gucken wir Weitere Habichte gefunden, die wir vorher nicht für möglich gehalten hätten.
00:59:38: Und daraufhin hat sich dieses Netz gebildet wo ich dann in den Folgejahren mit zwei drei Kernleuten nochmal sehr viel Zeit in diese Lücken rein investiert habe und noch mehr Habichte dass es da auch Erfahrung braucht, weil die Typische habe ich ja gut.
00:59:58: Es gibt auch andere aber es gibt auch Habichte, die sind sehr scheu und dann siehst du das halt nur vier Sekunden von hinten oder du hörst halt den jetzt vielleicht doch gar nicht mal den Revio ruft sondern andere haben wir auch andere rufen und die musst du halt dann unterscheiden können damit deine Antennen groß werden und damit du danach gehst ne?
01:00:17: Und das dann vielleicht findest.
01:00:19: Das ist das
01:00:20: Netzwerk.
01:00:21: Ich bin da gesegnet, sozusagen meinen Oberassistenten.
01:00:26: Neiden Schakaroff, der ist im Feld toll und im Labor toll und insgesamt einfach super toll.
01:00:34: Da konnten wir jetzt eine Verdauung bewirken.
01:00:37: Das bedeutet wenn er Lust hat können wir noch die nächsten zwanzig Jahre zusammenarbeiten und dann hätten beim Habicht siebzig Jahre Daten beim Bus hat fast sächtlich.
01:00:48: Und es ist ein wissenschaftlicher Wert, ein intrinsischer Wert an Langzeigdaten.
01:00:55: Der ist da und vor allem sie werden halt immer seltener denn die meisten Menschen haben eben dann nicht die Durchhalte Möglichkeiten oder den Willen zu sagen ich mache eigentlich wir machen jedes Jahr mehr oder weniger das Gleiche aber wir brauchen natürlich immer wieder Leute die wir damit einlernen dürfen um das gleiche zu machen.
01:01:16: Aber wenn man es tut, dann sieht man bestimmte Dinge und da hoffen wir natürlich, dass wir dieses Netzwerk... Und wir haben das natürlich hoffentlich ein bisschen einfacher.
01:01:24: Die Leute werden letztendlich dafür bezahlt machen ihre Doktorarbeiten über diese Aspekte aber klar einen ehrenamtliches Netzwerk zusammenzuhalten um eben wirklich über lange Zeiträume zu kartieren.
01:01:35: Das war ja immer mal das Gründungskredo und hat sich ja zu einem gewissen Maße auch immer noch erhalten bei der Arbeitsgemeinschaft Greifögel.
01:01:44: Sonst kann keiner!
01:01:45: Keine Behörde kann dezidiert was zur Bestandsentwicklung sagen.
01:01:50: Wozu ja wir nach sogar EU-Gesetzgebung aufgefordert sind bei bestimmten Zielarten, was dazu zu sagen?
01:01:57: Eigentlich bei ganz schönen vielen Tieren.
01:01:59: Es gibt unfassbar wenig Daten.
01:02:02: also mit welchem selbstbewussternder Teil weil sie Daten rausgehauen werden da muss man sich wundern Finde ich und ich war auch bei diesem Sonderhälfte.
01:02:12: Ich war ja auch angefragt, was zu schreiben oder Daten reinzuveröffentlichen?
01:02:15: Und ich habe es halt nicht gemacht.
01:02:16: Ich hab mich da schwer getan mit weil unser Netzwerk natürlich das sind auch Leute die stehen im ganz normal leben... ...und da sind einige die machen's jetzt schon lange und einige aber die machen es noch nicht lange.
01:02:29: und da finde ich die Daten.
01:02:31: also da stimmt die Datenqualität dann aus meiner Sicht einfach nicht dass sich sie jetzt veröffentlicht würde.
01:02:35: Das ist halt auch so ein Ding.
01:02:36: Also wann macht man sowas?
01:02:38: Man
01:02:40: muss immer fragen, kriegen wir die alle?
01:02:44: Natürlich nicht.
01:02:45: Messfehler gibt es genauso in der Freilandforschung wie in der Physik und dementsprechend das ist natürlich auch klar.
01:02:50: auf der anderen Seite wenn man die Daten nicht veröffentlicht dann sind sie für viele einfach gar nicht existent.
01:02:58: Und dann machen wir Dinge jenseits von Daten also im Sinne
01:03:02: Ja ja nein Ja, nein da die Daten gehen ja schon an den NWO.
01:03:07: Die gehen auch in die Biostationen also die gehen schon in die Kanäle rein.
01:03:11: aber ich würde es jetzt halt nicht ins Am Heft unbedingt als Datenreihe als Grafik jetzt als Balkendiagramm wie auch immer jetzt weil ich dann einfach dir auch... Ja
01:03:20: man entwickelt sich natürlich weiter und klar auch bei mir sind die Daten von neunundachtzig so wahrscheinlich mit einer höheren Dunkelziffer behaftet.
01:03:33: Ja, ich sage vielleicht nur noch mal ganz kurz wie das dann teilweise läuft.
01:03:37: Wir haben halt auch im Ruhrgebiet ziemlich schwierige Gebiete.
01:03:41: wir haben auch Waldstücke die sind durch ELA stark beeindruckt durch den Sturm damals und da ist ganz viel Licht, ganz viel Brombeer Das ist Dorn-Jungelschulter hoch Und da muss man durch oder auf andere Art und Weise versuchen da die Bestände an den Greifvögeln zu erschließen.
01:04:03: und dann kommt es auch auf Gehör, auf Spuren lesen.
01:04:05: Und auch auf Behaarlichkeit an das wenn ich jetzt irgendwo ein Brut verdacht habe und hab das auf meiner Karte eingezeichnet und komm später hin und sehe es nicht oder Ich weiß nicht genau Aha dass da oben ist kein Stock Das ist die Schwanzspitze vom Weibchen und ich habe jetzt aber keine vier Stunden um mich dahin zu setzen Sondern sage ja hier ist ja nichts los so Es kommt halt auch sehr viele kleine Details an, um die Lage einfach zu beurteilen.
01:04:31: Um vielleicht später noch mal dann die Betelrufe der Jungen im Blätterdach zu hören.
01:04:38: So das braucht Jahre bis man auf dem Level ist.
01:04:40: Das ist jetzt meine Erfahrung.
01:04:42: Ja natürlich und wir haben einen Stamm von professionell arbeitenden Leuten, die tatsächlich... Und das ist natürlich ein Stück Glück.
01:04:50: wenn man sein Hobby dann zum Beruf machen darf finde ich dass es ein Stück.
01:04:54: Und deswegen sind wir natürlich in dieser glücklichen Lage, dass wir tatsächlich auf unseren drehundert Quadratkilometern eben wirklich jeden Wald anschauen.
01:05:02: Und heutzutage auch ganz offen über die Straßen fahren durch die Ortschaften fahren und gucken ist da irgendwo was?
01:05:10: Jede Baumreihe muss man heute angucken und dementsprechend aber auch wir werden natürlich einen Messfehler haben.
01:05:17: Es gibt bestimmte Werte, um das abzuschätzen.
01:05:21: Das muss man akzeptieren und damit kann man dann trotzdem schon versuchen zu arbeiten.
01:05:26: Ja, auf jeden Fall!
01:05:28: Und vielleicht der Aufruf nochmal bevor wir wieder auf den Morsebus hat kommen... an alle, die das interessieren.
01:05:35: Also man kann auf die Seite, werde ich in die Shownotes auch noch mal setzen habe ich bei anderen Greifvogelberichten auch schon gemacht vom NWO gehen oder sich an den örtlichen Nabobion D wenden.
01:05:46: da gibt es bestimmt eine Kontaktvermittlung und man braucht eigentlich nichts außer dem Fernglas und Spaß und dass man Querfeld eingehen kann Und man braucht halt jemand, der einem das zeigt.
01:05:55: Aber das kann organisiert werden und ganz viele Leute fangen an mit keinem vorwissen.
01:06:00: Das ist völlig normal.
01:06:01: Da muss man keine Angst vorhaben, muss man einfach Lust dran haben sich das anzugucken und sicher das da reinzuarbeiten.
01:06:08: Es gibt ganz, ganz viele Flächen in Nordrhein-Westfalen und auch bundesweit die noch nicht bearbeitet werden.
01:06:14: also auch wenn wir hier die große Gruppe haben Doch, ich weiß gar nicht.
01:06:19: Es ist glaube ich weniger als ein Viertel der Fläche von Nordrhein-Westfalen weit weniger als einen Vierteln was bisher bearbeitet wird.
01:06:26: Also
01:06:26: ich habe ja angesprochen, Häuserbusser zum Beispiel sind ja nicht besonders populär und es natürlich auch nicht besonders populär beim Kratieren weil da hat man eben nochmal extra viel zu tun mit die häufigste Art.
01:06:38: Wir machen das
01:06:39: alles anschauen obwohl mittlerweile bei Harwich und Rotenland muss man es ja eigentlich auch.
01:06:43: Aber es ist halt schwierig.
01:06:45: Wir haben eine Dichte, bei uns im Untersuchungsgebiet kann man sagen jeder Quadratkilometer hat ein Busser fahren wir haben eine dichte von hunderten.
01:06:53: Wir auch auf einem Quadrantenmal in einem Jahr glaube ich vierundzwanzig erfolgreiche Brutpaare gehabt auf einen Viertelmestisch-Kartenblatt.
01:07:03: Also muss man auch sagen das ist natürlich diese Unterschutzstellung dass eben zum Beispiel DDTPCB nicht mehr so System im Ökosystem drin sind, ist natürlich auch muss man sagen ein ganz voller Erfolg des Naturschutzes von den Naturschutzorganisationen.
01:07:20: Natürlich auch das eben die Jäger einen Mentalitätswechsel da vollzogen haben und damit gegangen sind dass eben ja die wichtige Rolle der Greifvögel immer mehr erkannt wird.
01:07:32: Früher hat man ja immer gesagt es ist ein Raubvögle,
01:07:37: dem
01:07:37: Raub die denn was?
01:07:38: Weil im Löwen würde man nie von einem Raub lösen sprechen.
01:07:41: Na ja, aber schon auch vom Raubtier.
01:07:43: Ja, das ist natürlich genau deswegen sagt ich grundsätzlich in meinen Vorlesungen eben Predator.
01:07:48: Vielleicht klingt vielleicht ein bisschen komplizierter, weil die rauben kann es einfach ihr Leben und dementsprechend dieser Mentalität im Wandel der hat natürlich auch dazu geführt dass wir immer mehr erkennen wie wichtig eben diese Predatoren für die Struktur von Ökosystem sind.
01:08:04: also Greifvögel sind sehr sehr wichtig in der Ökologie.
01:08:10: Es ist ja manchmal auch beliebig.
01:08:12: oder ich bringe gerne ein Beispiel von das Rotkirchen für uns Süß, aber für die Laaf- oder Raupel ist es furchtbar.
01:08:20: Oder die Kohlemeisen, die hat jetzt den Ungarn da die Fledermäuse in den Höhlen anfressen.
01:08:26: Das wird man die Kohlemeisen nicht so zutrauen, sie sind ja so putzig.
01:08:29: Manchmal gibt's auch ein bisschen Putzigkeitsfaktor und Beliebigkeit, dass es gerade meine Perspektive-Faktore verschiedene.
01:08:39: Aber kommen wir vielleicht mal zum Morph-Thema, mal so richtig.
01:08:44: Damit hast du dich ja lange beschäftigt und wird das Fond schon ein bisschen angetextet.
01:08:49: Ich hatte auch Vorträge, dass mit dem Uro hattest du mal in der Greifvogel AG gezeigt, anderes auch nach den ganzen oder jetzt vielleicht erst einmal um das eben klar zu machen.
01:08:59: also die Mäusebussade machen es einem nicht so einfach weil wenn man jetzt noch nicht so viele Feldkernzeichen kennt ihn zu erkennen, weil vielleicht in deinem Bestimmungsbuch hast du ein oder zwei Fotos aber nicht so ganz viele Darstellung von jungen Altvögeln und den verschiedenen Morfen.
01:09:19: Und dann sehen die teilweise anders aus als du denkst.
01:09:22: und dann kommst dazu dass es hier an Fischadler oder sonst irgendetwas Es gibt ja so ganz grob, irgendwie dunkelbraune und sehr helle Brossade.
01:09:32: Und so das was am häufigsten ich glaube du hast meine Kurte von zwei Dritteln ungefähr genannt war sowas einfach die Mittel braune Variante ist die beiden anderen jeweils ein Sechsl ungefähr.
01:09:42: das war das glaube ich damals aus der Präsentation.
01:09:46: Aber in meiner Wahrnehmung ist es vielleicht auch noch mal eine Frage wie genau kann man sie eigentlich zuordnen?
01:09:54: weil zum Beispiel gerade diese helle Variante ist ja nochmal sehr divers.
01:09:59: Also ich kenne da Mäuse-Busser, die sehen fast aus wie Schneeäulen und andere haben eigentlich fast die Zeichnung von so einem Mittelbraunen aber halt einen sehr hellen Untergrund.
01:10:09: also wo zieht ihr da die Grenze?
01:10:12: Gibt es überhaupt Grenzen?
01:10:13: oder gibt's da mehr als diese drei Hauptgruppen eigentlich?
01:10:17: Ist das einfach eine Vereinfachung?
01:10:22: Ja, das ist eine Vereinfachung mit der man gut arbeiten kann.
01:10:25: Ich würde sagen, es gibt andere Wissenschaftler die sagen, das ist eigentlich eine Kontinue.
01:10:30: Ich finde, sie kommen so in Typen aber die Typen sind mehr als drei.
01:10:35: Das auf jeden Fall.
01:10:37: Die Weide ist wahrscheinlich irgendwo da in der Mitte.
01:10:39: Der ist hochvariabel.
01:10:41: dadurch dass wir eben wie gesagt seit fast zwanzig Jahren Flügelmarktprojekt haben können wir zweifelsfrei belegen, dass sich die Morphe nicht im Laufe des Lebens ändert Und zwar wirklich bis zur Detailzeichnung.
01:10:55: Wenn die Adultes Gefieder haben, dann bleiben sie hochkonsistent.
01:11:03: Weil viele Meldungen, die wir bekommen ... Ich hab da jetzt diese Flügelmarke, weiß ich nicht, ZP-Grün, die kommen mit Fotos heutzutage.
01:11:14: Das bedeutet für eine Reihe von Individuen haben wir teilweise Fotos über einen Zeitraum von zehn Jahren.
01:11:21: Und wenn man die nebeneinander hält, klar Licht ist immer ein bisschen unterschiedlich.
01:11:24: Aber so die Morphenstruktur ist es unglaublich gleich.
01:11:29: Also das kann mal sein dass jemand halt in so einen Vollbad wächst aber sonst bleibt alles leicht.
01:11:35: Es ist nicht so wie wir das zum Beispiel vom Seeadler kennen, dass ja der Seeader systematisch ein bisschen heller wird mit der Zeit und dann fast schon so graue Köpfe die sehr alte Seeadlern kennzeichnen.
01:11:49: Ja, das gibt's beim Mäusebusser nicht.
01:11:52: Also wir haben es... Adultgefieder.
01:11:55: aber wenn Sie erstmal das adultgefiede haben dann sind sie unheimlich konsistent.
01:11:59: Gibt ja teilweise welche die schon sagen ich habe irgendwie ein Weißkopfsee Adler gesehen.
01:12:04: also wenn dann auch noch da die Sonne drauf strahlt da die Abendsonne und so dann gibt's das teilweise Genau.
01:12:12: und jetzt diese Morphen, da hattest du schon hier unter Bezug drauf genommen.
01:12:16: vielleicht nochmal grundsätzlich.
01:12:17: Du hast ja viele Jahre angeguckt.
01:12:20: Da gibt es, du hast gesagt, es gibt Einflüsse oder die Frage ist was zuerst?
01:12:25: Aber es gibt unterschiedliche Jagdverhalten, Agationsverhältn.
01:12:31: Es gibt unterschiedlich, oder es gibt Trends im Partnerwahl auch das Thema mit dem Parasiten.
01:12:40: Also was habt ihr da eigentlich alles gelernt?
01:12:42: Kannst du es irgendwie zusammenfassen?
01:12:48: Die ganze Kurzversion, also die Morphel ist sozusagen wird vererbt bedeutet natürlich keine perfekte Vererbung aber im Allgemeinen ein Modell eben von einem Lokus mit zwei Arleeln ausgeht, das heißt ganz einfach ausgedrückt.
01:13:07: Wenn ich ein dunkler und eine helle Zusammenstecke kriege, krieg' ich bei den Küken mittlere und zwei Helle machen fast ausschließlich im hellen Küken usw.
01:13:16: Das ist erst mal die grobe Verärberung.
01:13:18: Wie gesagt wir können das noch heutzutage, wir haben mit Neidens zusammen, haben mir zweieinhalb Genome sequenziert beim Mäusebussard und er kann sehr gut zeigen, dass das tatsächlich MC-One-A ist dieser Melanocortin I Receptor der eben hochgradig assoziiert ist mit der Morphenvariation.
01:13:39: Es wird nicht der einzige, das einzige Kandidaten gehen sein aber es ist ein ganz ganz wichtiges.
01:13:43: Also insofern die Genetik ist relativ gut...
01:13:46: Ist das neuerer Stand?
01:13:49: Vielleicht habe ich das damals auch falsch verstanden.
01:13:51: Ich hatte im Kopf dass aus jeder Kombination dasselbe Mengenverhältnis wieder rauskommt.
01:13:56: Zweidrittel, Eindeckchen...
01:13:59: Also dunkle, dunkle Paare machen fast zu hundert Prozent.
01:14:05: Die Erblichkeit ist sehr ausgeprägt.
01:14:08: Jetzt wissen wir, an welchem Gen es liegt vor allem.
01:14:11: Es gibt vielleicht noch so zwei oder drei andere.
01:14:13: Vor allem liegt es am MC-One-A.
01:14:14: Das ist nicht überraschend.
01:14:17: Dieses Kandidatengehen ist zum Beispiel auch bei uns für unterschiedliche Haarfarben mitverantwortlich.
01:14:22: Ist beim Leopard und beim Jaguar nur fünf Aminosäuren auszutauschen.
01:14:30: Dann mache ich aus einem Leopard einen schwarzen Panther.
01:14:34: Es ist sehr schön gezeigt Polymorph bei Schneegänsen, die zwei Morphen haben.
01:14:40: Und dementsprechend gibt es eine Reihe von Vogelarten und Säugetieren wo man eben MCMA als wesentliches Gen identifiziert hat für Pigmentierungsunterschiede.
01:14:51: Das ist eben wie ich angedeutet habe aber auch ein Gen was sogenannte pleotropische Effekte hat.
01:14:56: das heißt er spielt auch noch in anderen Dingen eine Rolle.
01:14:59: Da gibt es natürlich Übergänge zu einem Hormon.
01:15:03: MSH, Melanocytenstimulierendes Hormone, wo MCON-A eine Rolle spielt.
01:15:08: und da sind wir schon beim Hormonen und schon sind wir potenziell beim Verhalten.
01:15:12: Wir konnten also zeigen helle Mäusebussade sind aggressiver als dunkle.
01:15:16: Wir konnten zeigen dass bei Blutparasiten da Unterschiede bestehen aber auch bei Ektoparasiten also bei praktisch Fliegen die so ein bisschen mitessen und auf den Küken sitzen bedeutet das ist einen sogenannten Selektions-Mosaik.
01:15:31: Wenn ich eine gewisse Morphe habe, habe ich Vorteile in einem Bereich und Nachteile im anderen Bereich und das erhält möglicherweise diesen Polymorphismus.
01:15:40: Ich hatte ja schon einmal angedeutet wenn wir uns viele andere Greifvögel aber auch andere Predatoren anschauen dann sind die doch sehr gleich gefährlich!
01:15:50: Und dementsprechend ist es also... Ist es, aber war es vor allem auch eine große Fragestellung?
01:15:56: Wieso erhält sich dieser Polymorphismus in der Population.
01:15:59: Warum setzt sich nicht eben die mittlere Morfe oder die helle Morfe durch?
01:16:04: und das ist ein Selektions-Mosaik wo jede Morfe in Abhängigkeit der Umwelt mal einen Vorteil hat und man also sozusagen gar nicht sagen kann Das ist die beste Morfe sondern dass der Polymphismus erhält Sich weil eben unterschiedliche Selektion Drücke hier wirken.
01:16:20: bleibt denn das Mengenverhältnis der Morphen jetzt über einen längeren Zeitraum konstant oder gibt es da eine Entwicklung?
01:16:29: Das können wir eben auch zeigen mit unseren Langzeitdaten, dass die helle Morphe häufiger geworden ist bei uns.
01:16:35: Es gibt andere Populationen, da ist sie deutlich seltener.
01:16:38: Es gibts sehr wenig Daten zur Dynamik weil wie gesagt es gibt nur sehr wenige, die so blödsinnig Mäusebusane für über dreißig Jahre anzuschauen und dementsprechend haben Langzeitdatensatz, wo es relativ wenig andere Daten zu gibt.
01:16:55: Aber wir können unserer Population sagen die Hellemorph hat zugenommen.
01:16:59: Habt ihr dazu der Begründung eine Hypothese?
01:17:03: Woher könnte das kommen?
01:17:04: Was haben sie für Vorteile?
01:17:07: Die Hellemorp ist aggressiver.
01:17:11: Das sind praktisch diese Uhu-Versuche auch, habt ihr das gesehen?
01:17:14: Und die Uhuversuche
01:17:15: wo wir dann ausgestopften Uhu vorgesetzt haben und damit das Aggressionsverhalten gemessen haben.
01:17:20: Da sind tatsächlich die hellen Bussade im Schnitt aggressiver.
01:17:24: In einer dichten Population kann natürlich Aggression dazu führen dass man sich eher durchsetzt und in den besseren Territorien landet.
01:17:34: Ist denn da für eine mögliche Erquerung?
01:17:36: Also ich habe mich das damals auch schon gefragt, woher das wiederkommt.
01:17:40: Man könnte ja meinen die sind in manchen Habitaten schlechter getarnt hier.
01:17:45: also dass die überleben haben dann andere Skills oder andere Persönlichkeiten also die das schaffen als die die besser getan sind.
01:17:55: und das ist wiederum ein Mosaic Denn Tarnung gibt ja in beide Richtungen, wenn ich ein heller Mäusebus hatte und eine Maus guckt in den hellen weißen Himmel.
01:18:04: Dann habe ich als Heller-Mäusebuss hat einen Vorteil.
01:18:07: Wenn ich mit meinem hellen Gefieder im Baum sitze und ein Uhn kommt in der Dämmerung vorbei, dann habe ich einen Nachteil.
01:18:13: Ja aber auch so ist ja der Mäuserbus eher ein ansitziger Sohn also dieses... Ich mache jetzt den Suchflug auf die Wühlmaus.
01:18:24: Also gibt es, aber ist ja nicht so schrecklich häufig und auch noch nicht so erfolgreich wie die Ansatzjagd.
01:18:29: Also könnte man jetzt auf die Idee kommen bei Mäusebussard?
01:18:33: Für die, die's nicht wissen, ansatzjagt.
01:18:35: ich sitze irgendwo und warte bis die Maus kommt und wenn ich klug bin, sitze ich an der richtigen Stelle nämlich da wo viele Mäusen sind.
01:18:44: Man müsste ja eigentlich oder man könnte vermuten dass beim Mäuse-Bussard genau die helle Färbung eigentlich eher Nachteil ist als Ansatzjäger.
01:18:55: Ja, wie gesagt ich glaube das sein kann aus verschiedenen Gründen kann nicht mehr aber auch was anderes vorstellen.
01:19:02: Es gibt ja auch ein Konzept Das nennt man sozusagen apostatische Selektion
01:19:09: Cooles Wort.
01:19:09: Was heißt das?
01:19:10: Wunderschöne
01:19:12: Hypothese.
01:19:12: und das heißt Ich habe einen Fitnessvorteil solange ich selten bin ein ganz wichtiger Mechanismus und Polymorphismen zu erklären.
01:19:20: Und es kann also sein, dass die helle Morphel ist relativ selten... Also zum Beispiel auch gerade auf der spanischen Halbinsel ist sie sehr selten,... ...dass sie einen Fitnessvorteil hat weil die Beute oder vielleicht auch die Predatorin sie wiederum nicht so einfach als Mäusenguss hat erkennen und ansprechen.
01:19:38: Bedeutet also solange ich selten bin habe ich einen Fitness-Vorteil.
01:19:41: das führt dafür, dass sich häufiger wäre häufiger werde, dann ist der Fitnessvorteil weg weil er an die Seltenheit geknüpft ist und von Zauberhand spielt sich ein Gleichgewicht ein was einen Polyphomorphismus erhält.
01:19:55: Deswegen ist apostatische Selektion ein sehr wichtiger Mechanismus der postuliert worden ist schon vor vielen Jahren um Polymorphismen zu erhalten.
01:20:06: Und das kann man sich also auch vorstellen.
01:20:07: es kann einfach sein dass etwas seltenes per se erstmal einen Vorteil hat Weil es eben selten ist.
01:20:13: Ja, verstehe.
01:20:15: Es ist kompliziert und wie gesagt das ist nicht so einfach und wir haben viele Dinge rausgearbeitet Und natürlich können wir versuchen die Morphendynamik über die letzten vierzig Jahre eben damit zu erklären.
01:20:28: Aber das ist natürlich nicht ganz trivial und wir können eben das Experiment nicht machen.
01:20:33: ich hatte schon mal Die hoffnung dass man praktisch eben die morphe experimentell beeinflussen kann.
01:20:41: Das haben wir bei ausgestockten Bushaden tatsächlich dann auch gemacht, da haben wir Bushade dann sozusagen angesprüht mit brauner und weißer Farbe.
01:20:49: Und haben die Morphe verändert und konnten dann den Bushaden was anderes vorsetzen, auch sehr spannende Ergebnisse wo man eben gesehen hat, Bushade reagieren am aggressivsten auf ihre eigene Morpher.
01:21:03: Das ist also ganz spannend und da kann ich natürlich jetzt wieder ganz viele Stories erzählen woran das wiederum liegen könnte.
01:21:09: aber zumindest kann man sagen Es gibt Morfen, spezifische Aggression.
01:21:14: Also eine helle Morfe reagiert am stärksten und andere helle morfen.
01:21:18: Und
01:21:21: ihr habt glaube ich auch gefunden dass die Partnerwahl das ist da Dass es da auch Spezifischen Trends gibt.
01:21:30: Kannst du dir das mal darstellen?
01:21:32: Das nennt man ein sogenanntes assortatives Paarungssystem oder auf einfach gesagt gleich um gleich gesellt sich gern.
01:21:41: Also wir können zeigen, dass bei uns die Paare eben asymptotiv sich verpaaren.
01:21:45: Helle Bussade eine sehr viel höhere Wahrscheinlichkeit haben als es Partner in der Population vorkommen mit hellen verpaart zu sein.
01:21:54: Insofern ja das ist also auch so da haben wir einen... und das kann man natürlich auch ganz einfach erklären wenn ich das möchte.
01:22:00: ob's dann wirklich so ist kann ich nicht sagen.
01:22:04: aber im Allgemeinen Viele Vögel werden auf das geprägt, was sie bei ihren Eltern sehen.
01:22:09: Und schon habe ich ein assozatives Paarungssystem.
01:22:12: Ich komme als helles Küken in dem Horst zur Welt wo vor allem helle Eltern sind und dementsprechend finde ich dann helle Partner.
01:22:21: Was für mich immer auch ein wichtiges Thema ist um zu verstehen was es in der Natur gerade los ist die Singvogelsprache also auch Warnrufe, Warnsysteme von Vögeln gelernt, die reagieren auf ein Mäusebus hat er auch sehr unterschiedlich.
01:22:42: Also ob sie drüber einen Transferflug das ist ja auch allgemein so dass einfach diese starke Differenzierung dazu dient am Ende auch Energie zu sparen also wirklich nur dann zu fliehen wenn sein muss und darum muss man halt die Gefahr möglichst genau abbilden.
01:23:00: das ist wie vergleichsweise leicht zu erklären.
01:23:06: Aber zum Beispiel auch ein Brussat, also wir haben das häufig schon erlebt dass wenn jetzt einen Brussart in ein Gehölz reinfliegt und in der mittleren Höhe sich hinsetzt.
01:23:18: Dass dann zb so ein Bodenalarm gemacht wird gar nicht, gar nicht ein Luftfeind Alarm sondern eher sowas Perkursives Kurzes oder Schimpfen.
01:23:27: Das hängt natürlich auch drauf an abhaup grad Brutzeit ist es oder nicht?
01:23:32: spielt das überhaupt?
01:23:34: diese Alarmsysteme?
01:23:35: spielen die für euch auch eine Rolle und wenn ja habt ihr Unterschiede zwischen den Morphen da festgestellt?
01:23:46: Nein, also da kommen wir nicht wirklich gut dran weil das eben noch ein ganz anderes Feld wäre.
01:23:52: Was ich eigentlich immer mal ganz gerne machen wollte ist sozusagen Wahrnehmungsversuche mit Meusen.
01:24:00: Das heißt sozusagen irgendwie dann Labormäusen oder... Wildstamm, da gibt es ja auch eine Wildstemme.
01:24:08: Tatsächlich werden irgendeine Art und Weise durch eine Video-Installation tatsächlich dann fliegende Mäusebussale vorzusetzen um zu testen gerade so ein Bezug auf apostatische Selektion reagieren die auf die Morphen unten.
01:24:23: Und dann wäre nochmal interessant ob die dann reagieren wenn sie andere Singvögel hören oder nicht weil da gibt das ja ganz viel Zusammenhänge.
01:24:38: Also man weiß, dass unterschiedliche Singenvogelarten tatsächlich die Alarmrufe so ein bisschen verallgemeinert wahrnehmen können und dann auf Alarmenrufe einer anderen Art reagieren.
01:24:48: Gerade weil diese Alarmerufe in einem ähnlichen Frequenzbereich sind.
01:24:53: soweit ich weiss hat keiner irgendwann mal zeigen können das Mäuse auf.
01:25:01: Ich habe nur mal mit dem Mit dem Schweizer Mäuseforscher mal gesprochen, Jörg Paul Müller glaub ich oder so heißt er.
01:25:11: Der hat Versuch an Schneemäusen gemacht und der hat ja nur dann auch gesagt jetzt nur ein kurzer Side Step.
01:25:19: die haben erst durch Superzeit lupentechnik gesehen, dass eine Mäusegeneration die erst irgendwie waren vierzig-fünfvierzig Tage alte Mäuser haben.
01:25:28: Die nächste Mäusigeneration zugedeckt als sie gefroren haben und so.
01:25:32: also jetzt nur kurz Nachricht das die viel mehr konnten Als man den zugetraut hat und es hat man erst durch moderne Technik eigentlich festgestellt.
01:25:41: Und bei Mäusen ist es halt ganz schwierig.
01:25:44: Feldmäuse vielleicht noch leicht aber weil viele sind halt auch gar nicht so gut zugänglich und egal.
01:25:51: Ja, also das ist so etwas.
01:25:52: Wir sind eben sehr auf der Predator-Ebene und die Interaktion mit der Beute gucken wir sozusagen vermehrisch an.
01:26:00: aber das Verhalten der potenziellen Beute ist ein weites Feld und etwas was gehen
01:26:06: kann.
01:26:08: Aber bestimmte Aspekte kann ich mir vorstellen in der Zukunft... Also wenn es klappt dann bin ich ja vielleicht noch so knapp zwanzig Jahre auf dem Nährstuhl auch nochmal anzuschauen.
01:26:18: Das wäre schon spannend!
01:26:23: Ich habe das auch in Xanten, kann man das gut sehen.
01:26:25: Auch im Biesbosch Nationalpark häufig.
01:26:28: Da haben wir eine große Gänselscharen die natürlich immer aufliegen wenn der Seerazler oder auch wenn er Habicht kommt und manchmal gibt es auch sowas.
01:26:37: da ist mein Eindruck so Fehlalarm.
01:26:39: dann kommt ein Bus hat und sagt irgendeine jungen ganze ich hab was gesehen alle fliegen auf und irgendwie habe ich das Gefühl die kriegt hinter sonst schlachen Nacken.
01:26:47: Das
01:26:50: weiß ich jetzt nicht, aber in zwei Bezahlen ist natürlich wichtig, dass man Fehler erster hat und Fehler zweiter hat.
01:26:57: Wenn du auch auffliegst, obwohl letztendlich das Risiko nicht da ist, dass es Fehler Zweiter hat, das ist nicht so schlimm.
01:27:02: Mach's aber Fehler hart!
01:27:03: Und bleib sitzen und der Arter kommt dann und haste an einer Kralle
01:27:08: dein Problem.
01:27:09: Dementsprechend ist völlig klar wo die Selektion stärker anfasst und deswegen gibt's halt diese Fehlalarmung.
01:27:14: Wenn eine aufliegt, dann fliegen ganz viele auf weil man will nicht alleine sitzen bleiben.
01:27:20: Das wäre ein Problem.
01:27:24: Genau, du hast auch viel geforscht.
01:27:26: jetzt das sind auch glaube ich neue Forschung.
01:27:28: nochmal da gibt es neuere Erkenntnisse hier das hat sich vorhin auch schon angesprochen.
01:27:34: zum Zusammenspiel Jetzt kommen die Uhus.
01:27:38: also wie verhalten sich Uhu Habicht und Mäusebussard Population zueinander, da kann man vielleicht hier und da wo es sie gibt auch die Rotmilale noch mit in die Verlosung nehmen.
01:27:49: Und bei uns gibt's mehrere Beispiele dafür dass uns auf einmal jahrelange Habichte sind auf einmal weg und dann stellen wir einen zwei Jahre später fest.
01:27:58: ach das ist ja ein Uhu.
01:28:01: Also teilweise auch auf dem Habicht Horst gibts auch und dann sehen wir dass die Habichte teilweise entsperrbar habitate sogar reingehen, also wie du vorhin sagtest Nahrung geht für Brutplatz und dann verdrängen die die Sperber weiter.
01:28:18: Und da gibt es auch Stimmen aus unseren Kreisen, die sagen die Sferbe werden weniger.
01:28:24: wo wir jetzt Sperben nicht kattieren aber mein Eindruck ist gar nicht dass es weniger werden sondern das die einfach noch in anderer Habitate ausweichen also noch an andere Brutplätze auf Ausweichen wo sie schwerer zu finden sind.
01:28:40: Bild, also was habt ihr herausgefunden und wie ist dein Blick auf die Gemengelage?
01:28:46: Das finde ich tatsächlich im Moment eines der spannendsten Ergebnisse.
01:28:49: Und da bin ich auch ein Stück weit stolz drauf dass wir das mit unseren Daten zeigen können.
01:28:53: natürlich korrelativ Ist... Der UU hat sich fantastisch entwickelt in unserem Untersuchungsgebiet.
01:28:59: Also wir hatten vor vierundzwanzig Jahren
01:29:05: In welchem Gebiet also?
01:29:07: Die dreihundert Quadrat Kilometer Genau und da hatten wir also nur zwei Paare Klassisch zwei Steinbrüche.
01:29:16: Und wir haben jetzt teilweise über twenty-fünf Paare, damit sind wir eine der dichtesten U-Populationen die je dokumentiert worden ist und wir können kaskatische Effekte zeigen.
01:29:29: Ich würde das unterschreiben dass der Habicht bei uns tatsächlich, der geht auch bei uns zurück liegt es am Uhu.
01:29:38: ich finde die Datenlage gibt das her aber es ist eben ne Korrelation.
01:29:44: Während ich vor twenty-fünf Jahren im Teutoburger Wald, ich rede jetzt nur über den Kamm, hatten wir so acht Habichtpaare.
01:29:53: In dem Kamm habe ich im Jahr zwei Tausendzwanzig noch zwei gappen also seventy fünf Prozent.
01:29:59: In welchem Jahr waren nur noch zwei Schuldigen?
01:30:05: Wobei da ja auch große Waldgebiete weggefallen sind.
01:30:09: das ist die
01:30:12: Struktur.
01:30:13: vielfalt hat ja zugenommen Die Waldgebiete sind nicht weg, sondern die Fichtenbestände sind weg.
01:30:18: Das heißt eigentlich für den Habicht hat die Struktur vielfalls zugenommen.
01:30:23: Also meiner Meinung nach kann man das damit nicht erklären.
01:30:26: Und im gleichen Zusammenhang wiederum, wir hatten in dem Jahr zweitausend wie gesagt im Teutobewald zwei Ugenpaare.
01:30:34: letztes Jahr hatten wir im Kamm siebzehn.
01:30:37: so ist eine Korrelation.
01:30:39: aber ich finde diese Daten schon sehr eindrücklich.
01:30:42: der Eine hat sich verachtfacht Der Handrad umfümmen-siebzig Prozent abgenommen.
01:30:47: Und wir wissen eben auch, was du gesagt hast – das sehen wir auch –
01:30:51: Uhus
01:30:52: mögen gern Habichthorste!
01:30:54: Die sind ein bisschen größer und halten ein bisschen länger.
01:30:58: U als klassische Eule, der legt ja keinen Zweig da drauf.
01:31:02: Es macht halt einen Unterschied ob da irgendwie so achthundert Gramm oder vielleicht neunhundert Gramm Habichte und Mäusibusserkücken zwei, drei drauf sitzen Zwei Kilogramm Uhus, ne?
01:31:12: Das geht meistens auch nicht mehrere Jahre gut.
01:31:15: Und das geht in den Habichthorsten aber länger gut als im Bushardhorst denn deswegen hat er zum Beispiel eine Reihe von uhus die brüten bei uns vielleicht
01:31:25: auch.
01:31:26: dann noch mal eine kurze Frage an dich weil ich auch immer an so Themen dran bin wie kann man eigentlich so Rupfungen unterscheiden?
01:31:32: Wie kann man Horste voneinander unterscheide?
01:31:35: Es ist ja nicht immer so einfach und weil ja manchmal auch da auch da die Horstbesetzer wechseln.
01:31:42: Aber mein Bild wäre schon, dass ein Habicht einen Horst erbaut.
01:31:47: Also die Zweige auch noch ineinander mehr verschränkt und verwebt oder steckt und das zum Beispiel wie ein Mäusebus hat eher schichtet also eher zweig einfach aufeinanderlegt.
01:31:59: hast du dann... Hast du dazu eine Meinung?
01:32:04: Im Allgemeinen sind Habichthorste größer gerade auch höher aber Wir haben ja Mäusebüsterthorste, wo wir eigentlich seit zwanzig, dreißig Jahren immer wieder Brut
01:32:15: in den Augen haben.
01:32:16: Die ist natürlich auch groß.
01:32:18: Also ehrlich gesagt ich werde da ganz vorsichtig.
01:32:20: im Allgemeinen sind Habicht Horstets auch stärker begrüht aber das sind wie gesagt im All gemeinen und dann gibt es eben wirklich viel Variation.
01:32:30: Ich würde tatsächlich sagen für mich das beste Kriterium erst mal mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eine Unterscheidung hinzukriegen ist.
01:32:38: die Größe
01:32:39: Also
01:32:40: habe ich Brusten sind
01:32:41: größer.
01:32:42: Ja, das ist bei uns aber das ist vielleicht auch Ballungsraum.
01:32:45: nochmal also da haben wir das gar nicht so sehr weil wir haben auch unwahrscheinlich große Moldebusathorste.
01:32:52: Aber wir haben das vielleicht auch.
01:32:53: dadurch dass es ein Ballungsraum ist gibt's nicht immer so viel Ausweichmöglichkeiten und dann is einen Baum Vielleicht Dann wirklich der Beste in einem Wäldchen Und und dann kommt sowas zustande dass man dabei bleibt.
01:33:06: Also ich finde es schwer.
01:33:07: Ich würde mir das nicht trauen.
01:33:09: und vor allem wie wir können zeigen, wir haben gewisse Horstbäume da schon drei Abend drin gebrühtet.
01:33:13: Habe ich?
01:33:17: Wo dann die Frage gar nicht mehr beantwortbar ist jetzt der Einhabichthorst und wird das entschieden wer zuerst ihn gebaut hat oder wer am meisten drinnen gebrütet
01:33:28: hat?
01:33:28: Es ist vielleicht auch, also bei uns nicht nur Horstbaum sondern wirklich Horst.
01:33:32: Wir haben auch Horste da ist... Da war ein Habichter jahrelang drin dann war der Mambusa drinnen.
01:33:37: Da waren wir an den Nielgans drin und jetzt sind seit drei Jahren Rotmilane drin.
01:33:41: Also es hat vielleicht am Ende auch wieder mit irgendwie Persönlichkeit zu tun.
01:33:47: wie gut es ein paar eingespielt und solche Geschichten spielen vielleicht auch eine Rolle Keine Ahnung.
01:33:54: Also ist für euch auch eher eine Frage, als dass ihr da schon bescheidet?
01:33:58: Ja
01:33:59: ich finde das wäre da vorsichtig.
01:34:01: also manchmal gibt es dann auch sozusagen wo ich dann dazu gerufen werde wenn's um Gutachten geht für Windenergieanlagen und dann trauen sich Kartiere dann zu einfach an aufwärts Horstes der Beschafftenheit des Horstes ohne irgendeinen anderen das eben eine Art zuzuordnen.
01:34:22: Nein, nein.
01:34:22: Also das ist ja... Ich habe jetzt gerade einen Habichthorst in einem schönen Habicht-Weltchen wo der schon seit Jahren brütet immer auf guten starken Buchen.
01:34:32: Jetzt ist am äußersten Rand auf so einer Krüppelbuche auf so einem Wackelast in einer Kronenperipherie fast, wo du denkst never ever ist das der Habicht Horst aber er sitzt drauf!
01:34:48: Man muss da auch offen sein und es gibt vieles.
01:34:51: Es gibt gewisse Tendenzen, aber das ist eine Verteidigung von Wahrscheinlichkeiten.
01:34:58: Und es gibt ja auch solche Dinge... Ich glaube zumindest ist das irgendwie eine Hypothese im Rotmilan-Bereich.
01:35:11: eine Neigung zu eher lichteren Wäldern, könnte man sagen.
01:35:14: Und man könnt jetzt drauf kommen – das sind nicht gerade die Habicht-Wälder, die eher so Lichter sind?
01:35:19: Wie sieht es beim Mäusibus hat aus?
01:35:21: Also wie reagiert er darauf?
01:35:24: Also ändert der seine Brutplätze?
01:35:26: was kannst du da beobachten?
01:35:27: Ja also es gibt beides.
01:35:28: ne!
01:35:28: Wir haben Fälle wo Mäusimuss und Habicht über Jahre in sehr sehr nahe Nachbarschaft erfolgreich auch brüten und dann gibt's manchmal eben... also wir haben auch nachgewiesen Predation vom Habicht auf Mäusubus halt Natürlich, also insofern.
01:35:44: Denn auch in die andere Richtung?
01:35:45: Also ich mein so ein Mäusebussard wäre ja jetzt auch in der Lage ein Näsplünderer zu sein für verschiedene Arten aufdurch aus Fernhabicht...
01:35:53: Ja, wir haben keinen direkten Nachweis aber in der Literatur ist das auch beschrieben.
01:35:59: Nein nein, also Mäusibussade sind durchaus in der Lager natürlich Habicht.
01:36:02: Ich meine Habicht-Küken sind ja wie alle Greifungen Küken bis zu einem gewissen Alter extrem hilflos Und dementsprechend natürlich kann das auch in die andere Richtung gehen.
01:36:12: Aber wie gesagt, habe ich diesen sehr territorial mit einem Weibchen, der es dann nochmal ein bisschen schwerer ist und insofern ist er schon mit sehr viel Risiko behaftet weil natürlich der Mäusebus hat prinzipiell von seiner Wändigkeit nicht mehr mithalten will.
01:36:27: Also das muss man wirklich als Mäuserbusser wirklich wollen da seine Nahrung herzwohlen.
01:36:32: aber es beschrieben in der Literatur und dementsprechend werden wir das nicht ausschließen, aber es gibt schon im allgemeinen eher Verdrängungstendenzen.
01:36:42: Und das ist eben das was ich mit kaskadischen Effekten beschrieben hatte.
01:36:46: Wir haben häufig jetzt im Zentrum eines größeren Waldes da ist ein Uhu drin entweder es gibt gar kein Habicht mehr in dem Wald oder der Habicht ist dann auch in einer Peripherie oder einen ganz kleinen Wäldchen die wir früher niemals in Erwägungen gezogen hätten für den Habicht also auch daran müssen wir uns natürlich umstellen Und dann pflanzt sich das wirklich so fort.
01:37:05: Das ist eben super spannend, weil wir zeigen können die ökologische Nische vom Habicht... Die Brutnische hat sich verschoben und dadurch nimmt die Nischen Trennung zwischen Habicht, Rotmilan und Mäuse bussert ab.
01:37:21: Also richtig schöne Dinge!
01:37:23: Und letztendlich, und das können wir eben auch mit unseren Langzeitdaten zeigen.
01:37:26: Weil wir auch die seltenen Greifvögel dann miterfassen können also sowas wie Baumfalke, so was wie Westenbuster, Schwarzmilan, Rotmilan sowieso.
01:37:34: aber jetzt kommen noch Weinen dazu... ...und der Populationsanstieg dieser rapide Populationsanstieg des Uhus geht einher.
01:37:44: ich sage kausal belegen kann ich es nicht Aber zumindest korrelativ geht ein her mit einer Abnahme des Avics Und geht einher mit einer Diversifikation der Greifvögel insgesamt.
01:37:55: Das heißt, die seltenen GreifVögeln nehmen bei mir zu und auch die Greif Vogeldiversität im Untersuchungsgebiet hat über die letzten fünfzehn- zwanzig Jahre Signifikant zugenommen.
01:38:05: Und das finde ich super spannend weil letztendlich... Was
01:38:08: könnte sein dass da der Habicht als Predator an Bedeutung verliert für diese anderen Greifwürger?
01:38:15: Ja, und es ergeben sich dadurch dann vielleicht nur temporär aber es ist eine neue Dynamik drin.
01:38:23: Habe ich da werden rumgeschoben vom Uhu?
01:38:26: Und dadurch ergeben sie eben kurzzeitig oder mittelfristig tatsächlich gut Möglichkeiten für seltenere Arten und die Predation ist runtergegangen.
01:38:34: So was ähnliches hat man damals in Yellowstone gesehen im Ökosystem von Yellowstone als die Wölfe zurückher durften.
01:38:41: Die Art, die dann tatsächlich ziemlich gelitten hat war nicht die Bären was man am Anfang darf.
01:38:46: Die Bärenpopulation Yellowstone ist durch die Decke gegangen mit der Rückkehr der Wölfe aber der Koyote das ist der klassische dominante Mesopredator.
01:38:56: Die Koyotenpopulationen hatten mehr als fünfzig Prozent abgenommen und die kleineren Muskeliden die Madeartigen sind häufiger geworden Und ich finde es total schön dass wir anscheinend jetzt in einem Vogel-Predatorensystem sehen.
01:39:10: wir sehr ähnliche Effekte.
01:39:12: Der sogenannte dominante Mesopredator hat abgenommen und das hat potenziell Kausal dazu geführt, dass die seltenen Greifschirme häufiger werden und sich hier ein neues Gleichgewicht – sicherlich auch eher das alte Gleichgewichte, aber früher gab es ja nur auch Uhus im Teuchepurgerwald!
01:39:29: dass sich das wieder einspielt und es ist natürlich ein dynamisches Gleichgewicht.
01:39:33: Es gibt diesen Status quo da nicht mehr, sondern es ist ein dynamisches gleichgewicht und dabei sein zu dürfen.
01:39:38: Das sind sehr spannende Ergebnisse finde ich.
01:39:42: vielleicht noch mal zum Typ wir haben gar nicht mehr so viel Zeit aber ich habe so einen.
01:39:49: zwei Fragen habe ich noch und das eine ist wo ich auch häufig darauf angesprochen werde Man sieht die Krähen da mit den Bussaden oben handieren.
01:39:59: Wenn man genauer hinguckt, dass sie so eine schöne Rolle machen.
01:40:02: dann die Bussade.
01:40:04: also da sieht man auch Die sind ja doch beweglicher als sie scheinen.
01:40:07: das sieht man übrigens auch in Wäldern wenn Sie darum agieren oder bei Ballsflügen.
01:40:12: aber Das ist was aus meiner Sicht dadurch zustande kommt dass man häufig sieht dass die krähen die bussade vertreiben.
01:40:21: Da die Bushade ist es halt im Viagd-Nahrungsgebiet und ob sie hier oder da sind, ist jetzt für Sie nicht so wichtig.
01:40:28: Und in den Feldgehölzten Brüten Haltkrähen oder es sind Nichtbrüter-Trupps, die andere Interessen haben oder Spaß daran haben, da die Busharde zu vertreiben... Also auf die Frage, wie so gewinnen häufig die Crähen sagt ich ihr guckt noch nicht in die Brutwälder des Busgearzt.
01:40:49: Da sieht es andersrum aus da werden die Crän von den Bussaden vertrieben.
01:40:52: also das ist die Frage eins ob du das auch so siehst und die Frage zwei die damit ein bisschen verbunden ist.
01:40:58: Ich kenne das von Falken häufig teilweise auch von Sperbern mit Cränen dass ich das Gefühl habe, dass es da auch eine Art Spielverhalten gibt Das es auch Rituale gibt.
01:41:11: Siehst du das auch so und kennst du das vom Bussat?
01:41:16: Wie ist diese Interaktion mit Crähenvögeln vor allen Dingen?
01:41:24: Also Frage eins auf jeden Fall.
01:41:26: Man muss dann wirklich differenzieren, ein Bussad ist in der Lage gerade auch Cränen-Jungvögel zu erbeuten.
01:41:32: Das heißt dass die Kränen den Bussard vertreiben für die Kränen tatsächlich sinnvoll sind ja und da geht es wieder darum wert denn mehr zu verlieren Und ein Busser kann auch woanders jagen.
01:41:42: Das heißt, die Motivation sich da richtig dann zu wehren ist viel geringer als für die Krehe.
01:41:47: wenn sie in der Nähe dann potenziell jung fühlblatt und dementsprechend auch ja zu dem zweiten Teilaspekt das kehrt sich dann in einem Bootwald wo der Mäusebusser dann brütet nämlich um.
01:41:58: denn krehen sind natürlich auch wiederum Potentiell eben Predatorn der Eier zumindest von Greifögen was natürlich auch bekannt bedeutet.
01:42:06: also es ist ein recht komplexes Zusammenleben Und je nachdem, worüber wir sprechen sind die Interessenslagen unterschiedlich und auch die Motivationen unterschiedlich.
01:42:18: Deswegen sehen wir unterschiedliches Verhalten.
01:42:20: Das bedeutet so in der normalen Feldfuhr reden über Jagdhabitat beim Mäusebusser, aber potenziell Brut-Habitat von Creme.
01:42:26: Die Creme sind auch relativ häufig geworden.
01:42:28: das bedeutet natürlich dass wir das häufiger sehen.
01:42:31: Aber im Brutwald wo wir meistens die Leute nicht genau wissen wo der Mäusibusser draußen ist wo es anders rumlaufen würde sehen sie's nicht Und deswegen kreieren sie natürlich auch clever.
01:42:42: Das heißt, die rekrutieren dann ja durchaus auch mal die zweite oder dritte Krehe und dann spätestens macht es für den Mäuse-Bussard Sinn, der kann sich schon verteidigen das auf jeden Fall.
01:42:55: Und zweite Frage Spielverhalten.
01:42:59: sehr schön belegt eine Reihe von Beobachtungen dass natürlich gerade so junge Sperber, junge Habichte die müssen trainieren Die müssen das Fliegen trainieren, natürlich auch das Wendigefliegen trainiert.
01:43:11: Und dann ist es eben noch ein Spiel inwieweit das eine Stressreaktion bei den Kränen oder Eichelherren werden ja auch manchmal so angeflogen auslöst.
01:43:20: Das wird schon der Fall sein aber ist es kein Ernst im dem Senden weil die noch gar nicht die Fähigkeiten haben und vielleicht auch noch gar keine Erfahrung haben um sie mit so großen potenziellen Beutetier anzulegen.
01:43:34: habe ich natürlich potenziell Beutetier.
01:43:36: Ein Eichelherr ist natürlich für einen Sperberpotenzial ein Beutetier, aber da wird tatsächlich das beobachte ich bei Sperbern bei mir zu Hause immer wieder, dass dann eben sehr spielerisch die Eicheln her dann sozusagen natürlich daran gehen also die dann etwas provozieren und die Sperbe dann so ein bisschen beim Mäusebus hat weil natürlich die Hauptbeute ist was anderes.
01:43:59: dementsprechend kommt es eigentlich so nicht vor Die Jungvögel, die sind auch nicht solche Flugakrobaten wie Sperrwau und habe ich das eben.
01:44:07: Sondern sie sitzen viel mehr.
01:44:09: ansatzjagd wurde schon beschrieben.
01:44:11: dementsprechend ist das was viel wichtigerer ist und deswegen kenne ich es so eigentlich nicht dass die dann wirklich in einem spielerischen Flugspiel mit Älster, Eichel her oder Krehe interagieren gibt's bestimmt.
01:44:25: Das machen sie dann eher so miteinander.
01:44:28: Also zu normalen Balls, aber auch Herbst-Balls also bei den Standvögeln.
01:44:33: Genau.
01:44:33: und auch Jungvögel die einfach mal sich gegenseitig ein bisschen jagen das man natürlich schwer bauen habe ich auch Aber dass ist eben beim Mäusebusser tatsächlich
01:44:42: genau vielleicht für die dies nicht genau wissen.
01:44:44: also das sind dann so spielerische Luftkämpfe Verfolgungsjaken auch man kreist zusammen erst Mal sucht es ein bisschen körperliche Nähe Und dann gibt es auch so große Schleifen Flüge, also so Sturzflüge die wieder abgebremst werden und dann die nächste Schleife.
01:44:57: und solche Geschichten sieht man vergleichsweise häufig.
01:45:01: Wie ist denn das Zusammenspiel von den Zugvögeln mit dem Standvögel?
01:45:07: Wir haben ja im Winter auch Besuch dann auch mit anderen Arten.
01:45:12: da kommen wir glaube ich heute nicht mehr zu aber von skandinavischen Mäusebussaden, die dann hier sind.
01:45:17: Man sieht ja teilweise auch Feldern, auch recht große Gruppen, gemischt artliche Gruppen aber viele viele Bussade.
01:45:24: Man könnte vermuten wahrscheinlich ist das eine Mischung aus Zugvögel und Standvögeln.
01:45:29: Und meine Frage ist erstmal hat es auch sozialen Charakter also diese Gruppenbildung oder ist das aus deiner Sicht jetzt nur?
01:45:38: Hier ist jetzt gerade ein Feld, da gab es irgendeine Art von Agraraktion und darum jetzt gerade eine gute Nahrungsverfügbarkeit.
01:45:46: Und darum sitzen alle auf dem selben Feld weil drum herum sind vielleicht vierzehn Felder, da sitzt kein einziger drauf.
01:45:53: Allgemein sagen das ist einfach eine Aggregation ohne tieferes Sozialgefüge sondern die Bushade sammeln sich an einer Stelle wo es viel Nahrung gibt und weil's da viel Nahung gibt lohnt sich keine große Aggression.
01:46:07: Das kann man natürlich dann sehr schön kontrastieren, wenn auf einem Feld irgendwas passiert und auch da sind wieder ganz viele Regenwürmer zu haben.
01:46:14: Dann hat man zwanzig Bussade die friedlich nebeneinander rumsitzen und die klassischen Bilder, die einen so verkopfen.
01:46:21: jetzt habe ich da irgendwie ein Kadava ja?
01:46:24: Und dann wird sich also heftig darum gestritten.
01:46:26: das ist kein Widerspruch.
01:46:28: Ein Kadava kann ich je nachdem wie groß er ist, kann ich monopolisieren.
01:46:33: So ein Feld mit Regenwirmern.
01:46:35: Ich finde mich absurd, das zu monopolisieren.
01:46:38: Das heißt die Tiere verhalten sich einfach unterschiedlich je nachdem wie die Ressource verteilt ist.
01:46:42: Bei einer geklumpten Ressource macht Aggressionsverhalten Sinn und bei einer nicht-geklumpeten Ressourse dann kann man sich sehr friedlich nebeneinander sitzen weil es ja für jeden genug da ist.
01:46:55: Ja vielleicht am Schluss Oliver hast du noch irgendwas was dich jetzt nach den ganzen Jahren am Mäusebus hat fasziniert hat wahrscheinlich noch einiges.
01:47:03: aber worüber wir heute gesprochen haben.
01:47:06: Noch so eine Schlussaneckdote oder Geschichte, oder Erkenntnis?
01:47:12: Oder noch vielleicht irgendwie eine offene Forschungsfrage die ganz wichtig ist.
01:47:19: Da habe ich einen Beru verbildet.
01:47:23: Im Allgemeinen gilt ja nach wie vor du beantwortest eine Frage und kriegst zwei neue.
01:47:27: Das heißt über die Zeit... Ich bin jetzt seit, kann man sagen zumindest professionell in der Greifvogelforschung seit achtundzwanzig Jahren.
01:47:37: Und das bedeutet, mir gehen die Fragen natürlich nicht aus und letztendlich ist es eine ganz wichtige Frage.
01:47:44: Wir haben Umweltveränderungen, die passieren schneller als in der Vergangenheit?
01:47:49: Wie stellen sich eben die Tiere darauf ein?
01:47:52: Mit Greifvögel bearbeite ich oder bearbeiten wir im Lehrstuhl eine Gruppe, die als nicht besonders verhalten flexibel gilt.
01:48:00: aber auch da haben wir ja schon bisschen mit aufgeräumt.
01:48:03: Aber wie kommen sie mit Umweltverändern klar?
01:48:07: Also ein Damoklerschwert ist von den Greifvögeln genommen, das sind die strengen Winter.
01:48:12: Die gerade beim Mäusebus hat früher zu sechzig bis achtzig Prozent Bestandsrückgang geführt haben.
01:48:18: aber diese kälte Winter, die sind eben kaum noch da und ich meine letzte so zwei Dreizehn, dann hatten wir noch ein bisschen mehr Winter oder etwas mehr Winter.
01:48:27: Das sieht es auch schon wieder dreizehn Jahre zurück.
01:48:32: Selektiert das sozusagen auf unterschiedliches Verhalten, wie passen sich eben die Greifvögel an den Klimawandel an?
01:48:38: Das ist natürlich etwas was wir in den nächsten Jahren sehr anschauen werden.
01:48:42: Aber eben die Kombination Langzeitdaten Individuen basiert.
01:48:48: mit unseren Flügelmarken haben wir über Lebensratengeschätzt.
01:48:51: Wir können dann zum Beispiel wo sieht sie sich an?
01:48:55: Ist die Heimat eben auch...
01:48:57: Gibt es schon Gebäudebrüter irgendwo?
01:48:59: dass jemand Ich auch nicht.
01:49:02: Ja, ich kenn keiner.
01:49:04: Ich hab tatsächlich jetzt gerade auf unserem Institut brütet... Auf dem Dach direkt überall oberhalb meines Büros brüten Kanada-Gänse aber sonst greife also Mäusebrust hat...
01:49:16: Aber da ist wahrscheinlich dann so ein Kiesflachtdach oder was ist das denn?
01:49:20: Sowas ne?
01:49:23: Achso, sowas!
01:49:24: Ich seh es vor mir.
01:49:25: Da
01:49:27: sitzt die Kanada Gänse drauf und haben Spaß.
01:49:31: Also insofern, nein.
01:49:33: Es ist nicht die eine Frage sondern es einfach eine Dankbarkeit dass man das machen darf was man machen darf weil ich glaube es gibt kaum etwas so spannendes wie das Leben.
01:49:45: deswegen ist der Biologe natürlich der das Leben erforscht.
01:49:48: er ist natürlich ein sehr glücklicher gesegneter Mensch.
01:49:52: Und natürlich ärgere ich mich über Ablehnung von Journalen, wenn wir eigentlich tolle Wissenschaft in einem tollen Journal veröffentlichen wollen und dann jemand sagt nee das ist gar nicht so toll.
01:50:01: Also es gibt natürlich immer Frustration und man muss auch frustrationstolerant sein In der Forschungslandschaft.
01:50:07: aber die Fragen gehen einem tatsächlich da nicht aus.
01:50:10: Es wäre ja auch schlimm denn es arbeitet ja nun eine ganze Arbeitsgruppe an diesen Fragestellungen.
01:50:16: Das heißt wenn ich hier nicht in der Lage bin zusammen mit meinen Leuten spannende Fragen zu entwickeln, dann ist natürlich auch die wissenschaftliche Kreativität in Frage zu stellen.
01:50:26: Deswegen wir werden natürlich bestimmte Dinge angehen weil das sich anbietet.
01:50:32: Klimawandel ist in aller Munde und dementsprechend auch in allen Forschungsprojekten natürlich irgendwo mit drin.
01:50:38: aber die Meuse muss hart und das habe ich gelernt oder die Greifügel generell Die produzieren immer wieder so spannende Überraschungen dass ich ganz sicher bin, dass uns nicht langweilig wird auf den zwanzig Jahren die im Moment meinen Forschungshorizont noch angelegt ist.
01:50:55: Und es gibt mich die eine Fragestellung, wie jetzt alles dominieren wird sondern wir haben so ein Portfolio was wir uns noch anschauen werden.
01:51:03: aber das ist immer sozusagen vom Individuum runter zu gehen auf einen Gehen und auf der anderen Seite vom Individium zu gehen zur Population.
01:51:10: Das wird das Forschungsgerüst sein indem ich mich immer wohlgefühlt habe und dass sich auch für zukunftsfähig und tragfähig halt.
01:51:19: Hast du noch Zeit für eine kurze gesellschaftliche politische Schlussfrage?
01:51:26: Das heißt so ganz kurz ist ja doch, aber ich werde es versuchen in einer Frage zusammenzufassen und Du kannst ja entscheiden wie lang Du darauf antwortest.
01:51:35: Ich hab grad ne große Sorge weil politische Entscheidungen, die ohne wissenschaftliche Grundlage zustande kommen.
01:51:48: Ich sehe in ganz vielen Themen nicht nur biologischen gesellschaftlichen Diskurs wo es anscheinend von verschiedenen Stellen Interesse gibt ja zu polarisieren und meinetwegen auch Interessen geleiteten Dialog zu fördern.
01:52:10: Ich sehe Spitzenpolitik, die über Fake News schimpft und selbst Fake News verbreitet.
01:52:16: Und ich sehe eine Presse, die darf man nicht ans Kreuz nagelt dass sie das tun.
01:52:22: Das finde ich halt sehr bedenklich weil ja es gibt große Veränderungen da die Menschheit steht vor schwierigen Zeiten und eigentlich müssen wir eher darüber sprechen wie wollen wir da durchkommen?
01:52:35: irgendwie der Absprung Punkt oder auch Entscheidungsgrundlage einfach immer eine wichtige Rolle.
01:52:39: Also wie genau also und da hilft ja Wissenschaft, also Stand der Wissenschaft sagt uns wie es gerade unserer Verständnis von der Wirklichkeit.
01:52:49: Und was sind entscheidende Wegweichen?
01:52:53: Was sind Chancen und Risiken?
01:52:57: Wie siehst du das?
01:52:59: Also wie gut hört man dir euch zu... Ernsthaft ist man an Ergebnissen von Wissenschaft interessiert und was müsste man tun, um das zu verbessern?
01:53:14: wenn du es eh nicht siehst?
01:53:17: Die Sorge teile ich erstmal absolut.
01:53:19: Es sind im Moment Zeiten wo man sich wirklich fragt ob an den Grundfressen von Wissenschaftsfreiheit und vor allem evidenzbasierten Entscheidungen tatsächlich gerüttelt wird.
01:53:31: Ich glaube wir sehen das ja!
01:53:33: Wir haben also eine Reihe von Ländern politische Führungen, die vollkommen jenseits von wissenschaftlichen Erkenntnissen handeln.
01:53:43: Das heißt das muss einem Angst machen weil wir geglaubt haben dass wir im ein zwanzigsten Jahrhundert in einem aufgeklärten evidenzbasierten politischen System agieren und es tatsächlich eben absolut infrage gestellt wird.
01:53:59: Also ich meine da gibt's genügend Beispiele brauchen wir nicht in die Tiefe
01:54:02: zu nehmen.
01:54:05: Man muss immer wieder dagegen halten mit Wissenschaft.
01:54:08: Also sozusagen auf das gleiche Niveau herunterzugeben, ist nicht zielführend.
01:54:14: Man muss natürlich auch sagen und das ist dann vielleicht für die Bevölkerung, wo mittlerweile ja Wissenschaftler fast in so eine Frankenstein-Ecke gestellt werden und sagen, Wissenschaft ist böse und was man gerade so den Tieren da antut und so, das gibt es ja auch.
01:54:30: Da muss man immer wieder sagen... Und das ist dann jetzt übertragen auf andere Kontexte.
01:54:35: Wir leben in einer sich ändernen komplexen Welt.
01:54:38: Glaubt man wirklich, dass es für diese Komplexen Probleme so einfache Lösungen gibt wie sie bis vorhin propagiert werden?
01:54:48: Aus der Biologie habe ich gelernt, dass monokausale Erklärung sehr selten sind in der Biologie.
01:54:55: Deswegen hätte ich auch immer Sorge vor monokassalen, sehr einfachen Lösungen in einer noch viel komplexeren menschlichen Gesellschaft.
01:55:05: Damit ist dann ziemlich klar, was man eben von bestimmten propagierten Lösungen eigentlich halten sollte.
01:55:13: Ich würde so sagen ganz einfach, wenn es zu einfach ist um wahrzusehen, ist es möglicherweise auch nicht wahr oder nicht richtig?
01:55:21: Und da würde ich mir natürlich wünschen dass man wieder offener ist und sagt ja diese Komplexität und das man nicht so einfach an einem Schräubchen dreht und sofort ist das System therapiert Dass man da ein bisschen mehr Demut und vor allem auch Geduld hat Denn wir haben natürlich Entscheidungsträger, die tatsächlich keinerlei langfristige Perspektiven mehr entwickeln sondern nur noch von Wahl zu Wahl denken.
01:55:48: Das ist sehr gefährlich denn die Veränderungen machen nicht an einer Wahlperiode halt.
01:55:53: Die sind längerfristig und es braucht Konzepte, die länger tauchen!
01:55:59: Und das macht mir sehr viel Sorge, weil das kenne ich so nicht.
01:56:02: Ich bin wirklich ... ich bin ne?
01:56:04: Fünf-Siebzig geboren!
01:56:05: Das bedeutet...ich bin aufgewachsen in den Neunzigern und in den Zweitausendern.
01:56:10: da ist mein Werte gerüst und Grundgerüst geprägt worden.
01:56:14: Das heißt sowas hätte ich mir niemals vorstellen können dass wir eben solche Dinge erleben.
01:56:21: die Lehre, die man ziehen muss immer weiter in den Dialog treten mit Wissenschaft und Gesellschaft natürlich auch das Wissen was man hat raustragen.
01:56:30: Das wird von unterschiedlichen Seiten unterschiedlich intensiv gehört.
01:56:33: Natürlich auch je nach Partei unterschiedlich intensive gehört.
01:56:37: Und das ist natürlich ein Risiko weil eigentlich Freiheit von Forschung und Lehre ist auch etwas was in anderen Ländern ja nun massivst inzwischen angegriffen wird Und man natürlich sich fragt, okay unter welchen Bedingungen ist das eigentlich hier auch in Deutschland denkbar?
01:56:56: Denn das hätte man sich ja nun in anderen Ländern niemals zu träumen gewagt.
01:57:01: Also eine führende Wissenschaftsnation wo eben tatsächlich Universitäten sozusagen systematisch belangt werden für etwas was eigentlich durch Freiheit von Forschung und Lehre abgedeckt sein sollte Und das ist also tatsächlich im Moment, hat man Angst als Wissenschaftler in welche Richtung es läuft.
01:57:24: Ich glaube alles andere wäre völlig naiv.
01:57:26: Auf der anderen Seite darf das ja nicht leben und bedeutet mit Hoffnung aber natürlich auch mit einer großen Zuversicht in die Wertigkeit der Forschung dagegen zu arbeiten dass man sagt okay das Pendel ist jetzt gerade eine andere extreme Richtung umgeschlagen Aber es ist ein Pendel.
01:57:48: Das heißt, das kann auch wieder zurück in die Normalität umschlagen und daran müssen wir alle arbeiten, die allen versuchen nach bestem Wissen und Gewissen Fakten zu produzieren.
01:57:59: aber auf der anderen Seite glaube ich muss sich die Bevölkerung wirklich dann halt sagen In einer so komplexen Welt Es ist sehr unwahrscheinlich dass es ganz einfache Lösungen für diese komplexe Probleme gibt und dementsprechend vertraue nicht dem dem Wahrsager oder den Propheten, der dir eine sehr sehr simple Wahrheit vermitteln will.
01:58:19: Dass man alles mit einem einzigen Ding lösen kann so funktioniert doch die Welt nicht und das hat man in der Biologie.
01:58:25: tatsächlich kann man das immer wieder lernen weil wie gesagt monokausale Erklärungen sind sehr selten
01:58:32: ja oder dass man direkt am Horst sehen kann welche.
01:58:35: also ich meine wer brütet denn hier genau?
01:58:38: und dann ist man vielleicht unsicherer und es auch nicht mehr Krönung der Schöpfung und guckt er mit nem fragenden Blick drauf und gibt sich auch damit zufrieden, dass man vielleicht nicht weiß wie jetzt die komplexe Situation zu lösen ist.
01:58:51: Sondern man geht erst mal im Dialog bevor wir anschauen können.
01:58:55: Man wird
01:58:55: wohl wissen das man natürlich dann wieder... ich meine es ist was wir den Studenten versuchen beizubringen ist so genanntes Error Correction Learning.
01:59:03: Man lernt aus Fehlern.
01:59:06: wenn man die da nicht mehr machen darf wäre nach dem Modell eben auch lernen nicht mehr möglich.
01:59:11: Ja, ich glaube es fehlt auch noch mal daran dass man der allgemeinen Bevölkerung also jedem eigentlich nochmal erklärt was ist eigentlich Wissenschaft?
01:59:18: Was ist wissenschaftlich?
01:59:19: jetzt arbeiten weil ja manchmal auch so diese Geschichte erzählt wird.
01:59:25: ja voriges Jahr haben sie noch das gesagt jetzt sagen wir etwas ganz anderes.
01:59:29: und da irgendwelche dunkle Mächte hinter vermutet oder Unkenntnis und das heißt ja schon Ich habe vielleicht Wissenschaft gar nicht so richtig verstanden
01:59:38: größere Pringeschuld.
01:59:40: Wir haben deswegen in unserem Sonderforschungsbereich, den ich geleitet habe, hatten wir ein dezidiertes Programm um den Dialog oder mit der Bevölkerung zu interagieren im Sinne von ... heutzutage heißt das natürlich auf Neudeutsch Outreach also dass man seine Wissenschaft auch in die Bevölkerung trägt und das haben wir als Programm dann E-Vitaprof wo dann eben Schulen Kindergärten fast zweihundert Vorträge inzwischen gehalten, in Kindergärten und Schulen bis hin zu Senioreneinrichtungen über verschiedene Themen.
02:00:13: Ich habe mittlerweile über hundert verschiedene Vorträge und aus diesem Portfolio wähle ich dann bestimmte Dinge aus.
02:00:20: aber das ist glaube ich etwas was wir noch viel mehr machen müssen.
02:00:22: also weil wir sagen hey dass es cool ist was wir machen!
02:00:27: Es ist gesellschaftlich relevant und vor allem es sind eben tatsächlich.
02:00:33: diese Prozesse bedeuten, dass man immer wieder zweifelt an dem was man gefunden hat.
02:00:37: Weil nur durch den Zweifel hinterfragt man Dinge oder so ist wissenschaftlicher Fortschritt letztendlich möglich.
02:00:44: Könnt ihr das
02:00:46: nicht ministerieren?
02:00:48: Könnte das Forschungsministerium ja machen wir einfach mal so einen fünf Minuten YouTube filmen und den auch bewerben und rumschicken und einfach mal Wissenschaft erklären.
02:00:57: Da gibt es ja vielerlei Format, ist nicht so dass dann nichts passiert.
02:01:01: die Stadt Bielefeld hat jetzt gerade in der Wissenswerkstatt ein neues Format d.h.
02:01:06: wissenschaftlich belegt.
02:01:07: Belegt heißt im Sinne es gibt Abendbrot mit belegten Broten und dann werden Wissenschaftler zu einem Themen eingegangen und das eröffne ich nächste Woche.
02:01:16: Die erste
02:01:17: Veranstaltung mache ich zusammen mit einer Philosophin und da sprechen wir über Individualität.
02:01:22: Und auch das ist etwas, was dazu gehört.
02:01:23: Ich glaube dann müssen wir uns natürlich auch ein Stück weit an die Nase fassen – die Wissenschaftler!
02:01:27: Denn es gehört, glaube ich noch mehr dazu aus dem Elfenbeinturm herauszutreten und sagen guck mal, was machen wir?
02:01:35: Das ist deswegen spannend, das ist deswegen relevant für gesellschaftliche wichtige Fragen denkt immer dran, wie Wissenschaft funktioniert.
02:01:43: Das heißt eben man darf und muss zweifeln an dem was man gefunden
02:01:47: hat.".
02:01:48: So jetzt aber Schluss!
02:01:51: Ich könnte mit dir noch acht Stunden lang sprechen Oliver.
02:01:54: das war total interessant für mich.
02:01:56: wir haben glaube ich ungefähr hundertzwanzig wichtige Fragen zum Mäusebus hatten nicht besprochen Aber ist auch wurscht... das war jetzt halt.
02:02:07: wir saßen hier in so einem virtuellen Biergarten.
02:02:12: Ich glaube, das funktioniert ja ganz gut so und wenn du glaubst, dass es irgendjemand interessiert.
02:02:18: Was natürlich tatsächlich noch ein tolles Thema wäre, wenn du dann weiter guckst vom Umfang her wilde Wunder sozusagen, ist natürlich Galavagos!
02:02:33: Ja gerne also
02:02:36: wirklich mal schön weil da kann man natürlich auch schöne Geschichten erzählen.
02:02:40: Also, ich sage erstmal Tschüss Oliver und dann können wir gerade im Off nochmal kurz.
02:02:46: So ein Stopp... Ja so ja das war jetzt ein etwas holpriger Schluss.
02:02:56: irgendwie dachte ich hätte mich schon verabschiedet und dann haben wir noch irgendwie ein bisschen weitergequatscht und irgendwann habe ich auf stopp gedrückt und das wäre jetzt etwas holbrig.
02:03:06: also danke nochmal Oliver.
02:03:11: Wir haben uns so lose verabredet, dass wir das fortsetzen.
02:03:15: Zum einen gibt es wie er gerade schon angedeutet hat umfangreiche Galapagos Forschung wo man über verschiedene Aspekte noch mal reden kann und mich interessiert auch noch das Kukuk Thema.
02:03:26: Das können wir auch schon kurz zur Sprache.
02:03:30: also da werden wir bestimmt auch nochmal ein Termin machen weil genau ist noch nicht sicher.
02:03:35: dann müssen wir schauen Wann das in unser beider nicht so leere kalender passt.
02:03:40: aber Machen wir.
02:03:43: ich fand super spannend So und mich haben ganz viele leute gefragt Und dass es gelogen.
02:03:50: Es waren ganz wenige leute eigentlich zwei.
02:03:54: Ich habe ja einmal hier so ein kleines musiktipp gemacht Blexi Dahu Einer meiner Lieblingspens und Ja, es wurden mehr Musik-Tipps gewünscht.
02:04:07: Also wer jetzt nur an Tieren interessiert ist, der hat hier zwei Stunden lang das Vergnügen.
02:04:15: Hoffe ich doch über den Mausibus etwas zu hören vom Oliver Krüger und ich würde jetzt... also wer jetzt nicht interessiert eine Musiktipp ist bis bald alles Gute kommt bald was Neues!
02:04:30: Und wer interessiert es?
02:04:32: Voriges Mal war's ein sehr ruhiger Tipp Diesmal ist es etwas lauter.
02:04:36: Es ist eine Band, die mich schon über zwanzig Jahre begleitet und ich nicht leid werde, die ein bisschen sperrig für viele ist vielleicht um sich da reinzuhören.
02:04:48: Ich werde die Links dazu oder Link dazu auch in die Schoenords schreiben im Begleittext Und ihr findet dann auch einen Link zu einer Seite bei mir auf wilde Wunder EU, wo ich dann vielleicht ein paar YouTube-Videos die ich am besten finde oder die ich vielleicht so repräsentativ finde auch verlinken werde.
02:05:12: Pain of Sevation.
02:05:13: Progressive Metalband sagen manche aus Schweden machen aber jetzt ja Frage ist das Metal?
02:05:22: und was ist davon Metal?
02:05:23: Die sind halt unglaublich vielseitig.
02:05:27: es sind häufig sehr komplexe Songs aber nicht immer Wo man auch, wenn man Fan ist beim ersten zwei drei Mal manchmal gar nicht so richtig einen Zugang kriegt.
02:05:39: Man muss sich manche Stücke und Alpen wirklich ein bisschen erarbeiten und die ein bisschen in Schleife hören und häufiger hören um da reinzukommen.
02:05:47: bei anderen Songs ist es einfacher.
02:05:51: Häufig geht's um düstere Themen nicht immer aber manchmal auch Ja, um Fehlgeburten.
02:06:01: Um Sinn des Lebens.
02:06:03: Um Sterben im Krieg.
02:06:04: Um Freundschaft und Liebe... Das ist jetzt nicht so düster.
02:06:10: Aber es sind schon auch die dunklen Seiten!
02:06:13: Und das erste, wie heißt das noch?
02:06:17: On a Tuesday ist ein gutes zehn Minuten Stück.
02:06:22: Das handelt ja von einer Zeit, die der Sänger Daniel Gildenlöw wirklich so zwanzig, sechzehn, siebzehn glaube ich hier irgendwas rum im Krankenhaus erlebt hat.
02:06:32: Da war der drei Monate im Kranken Haus und hatte so fleisch fressende Bakterien die sich bis auf die Wirbelsäule gefressene haben Und das sah eine Zeit lang gar nicht gut aus und es war unglaublich überlebt und diese drei Monate hat er halt in dem Konzept Album verarbeitet.
02:06:49: Der Song fängt ziemlich heftig an mit einem unglaublich geilen sound finde ich.
02:06:56: also wenn eine gute anlage hat oder gute kopfhörer da sollte sich das jetzt nicht zu laut also nicht mit hörschaden aber hinreichend laut geben weil die drums der bass und so die haben einen klang der bläst mich einfach nur weg.
02:07:12: der hat sowas natürlich raues kraftvolles dass es einfach nur geil Und gibt aber auch sehr zarte Passagen hinter.
02:07:22: Es gibt so schräge Sounds, damit hat er diese Maschinengeräusche im Krankenhaus versucht nachzuempfinden und das geht mit dem Tuesday.
02:07:34: Das kommt in den Text dann auch vor.
02:07:35: also er wurde in diesem Krankenhaus auch geboren und er sagt sich dann irgendwann wenn ich den morgigen Tag noch überlebe... ...dann ist das hier mein Dienstag zweitausend irgendwas.
02:07:47: So es ist schon Und das ganze Album ist sehr vielseitig, also er in einer sehr stillen Ballade hinter Silent Goal dankt er seiner Frau die ihm da zur Seite stand in wohl eine einzigartigen Hand und Reise ein ganz ganz bezauberndes Lied.
02:08:06: Viele Stücke haben so Polyrythmik, Polymetrik also verschiedene Musiker spielen gleichzeitig verschiedene Takte auch für die Nerds ganz interessant, also was die da so treiben.
02:08:22: Spannendes Album und dann werde ich noch ein paar andere aus... Also es gibt auch einen Album das sehr philosophisch ist wie aus der früheren Vergangenheit, dass er eher ein bisschen folgig auch ist.
02:08:36: Das Erstlingsalbum ist schon sehr komplex.
02:08:41: Ich werde einfach so drei vier Songs, vier fünf Songs mal auf die Homepage laden.
02:08:48: und dass ihr so ein bisschen Querschnitt habt.
02:08:50: Und wer das interessant findet, der kann sich ja dann durch das mittlerweile sehr umfangreiche Repertoire hören.
02:09:00: Genau!
02:09:00: Also viel Spaß mit Penalization.
02:09:02: wenn es jemand gefällt meldet euch gerne.
02:09:06: oder wer auch selber Tipps hat ich bin immer an neuen Sachen interessiert.
02:09:11: Gut... Das zur Musik und bis ganz bald.